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Spannung bei der Bekanntgabe: Maria-Christina Gerg (li.) war sehr aufgeregt, als die amtierende Königin Luisa Schöning (Mi.) die Entscheidung der Jury mitteilte. Die Wahl fiel auf Ramona Nadler (re.). Auch sie ist wie Gerg gelernte Fleischereifachverkäuferin. 

Kür in niederbayern

Kür zur Weißwurstkönigin: Lenggrieserin auf Platz zwei

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Einmal Bayerische Weißwurstkönigin sein: Maria-Christina aus Lenggries war so nah dran - verpasste die Krone aber am Ende. dafür konnte sie reichlich Kontakte knüpfen. 

Lenggries/Bodenmais – Die Entscheidung war spannend, aber für Maria-Christina Gerg aus Lenggries hat es nicht ganz gereicht: Die 23-Jährige landete bei der Wahl zur Bayerischen Weißwurstkönigin am vergangenen Samstag in Niederbayern auf Platz zwei. Die „Krone“ ging an Ramona Nadler (28) aus Münchsmünster. Melanie Rieger aus Benediktbeuern zählte ebenfalls  zu den sieben Finalistinnen.

„Ich hätte nicht gedacht, dass ich es so weit nach vorne schaffe“, sagt Gerg. Als am Ende der Kür nur noch sie und Ramona Nadler auf der Bühne standen, „hat mich dann doch der Ehrgeiz gepackt“, erzählt die Lenggrieserin. Als die Wahl auf Nadler fiel, „war ich dann schon erstmal traurig“. Allerdings habe sie anschließend sehr viel Zuspruch und lobende Worte für ihre Präsentation von allen Seiten erhalten. „Das hat mich sehr gefreut. Wir haben alle noch lange gefeiert“, berichtet Gerg.

Der Titel der Weißwurstkönigin wird von der Metzgerinnung Arber-Land in Niederbayern ausgelobt, die Wahl fand in Bodenmais statt. Den ganzen Samstag über gab es ein Programm für die jungen Frauen, zum Beispiel besichtigten sie die dortige Waldglashütte und durften selbst Glas blasen. „Das war toll“, sagt Gerg.

150 Zuschauer bei der Kür zur Weißwurstkönigin

Etwa 150 Personen verfolgten dann abends die Kür der Königin. „Wir mussten uns anfangs selbst vorstellen und die Bewerbung begründen, dann gab es ein Quiz mit Fachfragen“, berichtet Gerg. Diese waren, so fand sie, für die Fleischereifachverkäuferinnen unter ihnen „schwieriger gewesen als für die anderen Bewerberinnen“. Außerdem musste man in Windeseile ein Gstanzl oder Lied dichten („Wir hatten zehn Minuten Zeit für die Vorbereitung“) und einen „schwierigen Gast bedienen, der Weißwurst mit Pommes und Ketchup wollte“. Gerg: „Da waren Charme und Überzeugungskraft gefragt.“ Laut Gerg waren es letztlich „Nuancen“, die zwischen ihr und der Siegerin entschieden.

Über die Niederlage ist die junge Frau, die ihr Handwerk bei der Metzgerei Weber in Lenggries lernte und nun als stellvertretende Verkaufsleiterin bei der Murnauer Metzgerei Haller in Tölz arbeitet, nicht mehr traurig. „Ich habe viele Kontakte knüpfen können, zum Beispiel im Fachverband“, sagt sie. Insgesamt sei es ein „wunderschöner Tag“ gewesen. 

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