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Testeten den Schaumtrainer (v. li.): die Kreisbrandinspektoren Alfred Schmeide (Süd) und Christian Sydoriak (Nord), Kreisausbilder Giancarlo Bruno, Landrat Josef Niedermaier, Florian Ramsl von der Versicherungskammer Bayern, Bürgermeister Werner Weindl und Kreisbrandrat Karl Murböck.

Frühjahrsversammlung

Landkreis-Feuerwehren löschen im Miniaturformat

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Zur Frühjahrsversammlung trafen sich die Feuerwehren im Landkreis am Freitag im Alpenfestsaal. Dabei ging es um die Aktion „Grisu hilft“ und ein großzügiges Geschenk der Versicherungskammer Bayern.

Bad Tölz-Wolfratshausen– „Wir freuen uns, dass die Verbandsversammlung wieder einmal bei uns stattfindet. Das ist eine große Ehre für uns“, begrüßte der Lenggrieser Bürgermeister Werner Weindl die Vertreter der Landkreis-Feuerwehren im voll besetzten Alpenfestsaal. Landrat Josef Niedermaier – oberster Dienstherr der Feuerwehr – wünschte allen „ein unfallfreies Feuerwehrjahr“.

Im Mittelpunkt stand eine Spende der Versicherungskammer Bayern. Diese stattet derzeit alle 96 bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte sowie die drei Feuerwehrschulen mit Schaumtrainern aus. Kosten pro Gerät: 4000 Euro. Das Geschenk ermögliche es den Feuerwehren, „hervorragend üben zu können“, betonte Kreisbrandrat Karl Murböck.

Das Löschen mit Schaum zu trainieren, sei bislang aus Kosten- und Umweltschutzgründen oft schwierig gewesen, sagte Florian Ramsl, bei der Versicherungskammer zuständig für die Feuerwehrförderung. Die Anlage ermöglicht nun das Trainieren im Miniaturformat. Gut, die Ausrüstung, die Weindl und Niedermaier auf der Bühne kurz testen durften, erinnert schon ein bisschen an Spielzeug. „Aber man übt unter realistischen Bedingungen“, erklärte Kreisausbilder Giancarlo Bruno – und eben nicht nur in der Theorie.

Vertreter der 58 Landkreis-Feuerwehren trafen sich im Alpenfestsaal zur Frühjahrsversammlung. Dabei stellte Bernd Meierbeck (li.) die Aktion „Grisu hilft“ vor.

Stattdessen sieht man ganz praktisch, wie Schaum als Löschmittel wirkt, wie er am besten aufgetragen wird und wie eben nicht. „Das Motto ist: Lernen durch Selbermachen“, sagte Bruno. Die Übungszenarien werden natürlich dem Maßstab der Ausrüstung angepasst. Da simulieren ein halber Autoreifen und Kerzen in einer Gitterbox einen Lagerhallenbrand. Oder in der etwa Schuhschachtel großen Zimmerbrand-Kiste müssen lodernde Flammen gelöscht werden.

Gesucht werden jetzt noch vier Feuerwehrleute, die sich zu „Schaumtrainern“ ausbilden lassen und dann andere Aktive schulen können.

Um eine andere Aktion vorzustellen, „die der Feuerwehr hilft“, begrüßte Kreisbrandinspektor Alfred Schmeide Initiator Bernd Meierbeck. Er hat 2008 „Grisu hilft“ ins Leben gerufen. Meierbeck vertreibt den grünen Drachen, der so gerne Feuerwehrmann sein möchte, als Plüschtier in verschiedenen Größen. Für jeden verkauften Grisu geht ein Euro auf das Spendenkonto „Hilfe für Helfer“, das im Einsatz verletzte Feuerwehrleute beziehungsweise deren Angehörige unterstützt. 40 000 Euro sind so in Bayern bereits zusammengekommen. Der kleine Drache sei aber viel mehr als nur eine Plüschfigur, betonte Meierbeck. „Er ist ein Sympathieträger“, der für die Feuerwehr wirbt.

Meierbeck hatte auch Beispiele mitgebracht, wie der grüne Drache bei verschiedenen Wehren zum Einsatz kommt. Mal wird die große Version eingesetzt, um Kindergruppen die Arbeit der Brandschützer zu erklären, mal wird die Miniausgabe an verletzte Mädchen und Buben verteilt, mal wird der Drache zusammen mit einem Rauchmelder an frischgebackene Eltern verschenkt. „Ihr könnt den auch beim Tag der offenen Tür verkaufen. Viele wollen Euch was Gutes tun“, so Meierbeck. Er bot auch an, den Wehren dabei zu helfen, Firmensponsoren zu finden, die die Plüschdrachen kaufen und der jeweiligen Wehr zur weiteren Verwendung spenden. Ein Exemplar überreichte er zum Ende seines Vortrags an Kreisbrandrat Murböck.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die Ausstellung der neuen Einsatzfahrzeuge auf der Schützenstraße und einen Vortrag des Geretsrieder Polizeiinspektionsleiters Daniel Kießling.

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