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„Ein sehr entspannter Winter“: Sperrungen wegen Lawinengefahr waren kein einziges Mal nötig.

Lawinen-Saison ausgefallen

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Entspannt war dieser Winter, was die Lawinengefahr angeht. Dennoch dürfe man nicht leichtfertig werden, sagen die Experten.

Lenggries – Sieben Menschen starben vergangene Woche im benachbarten Tirol, nachdem sie von einer Lawine verschüttet worden waren – obwohl der Warndienst die Lage als gering bis mäßig gefährlich eingeschätzt hatte. Wie zu jenem Zeitpunkt in Österreich gilt aktuell auch in Lenggries die Warnstufe zwei (von fünf) – Anlass zur Sorge besteht nach Ansicht der Experten aber wirklich nicht.

„Es gibt keinen Fitzel Schnee mehr“, sagt Klaus Bruckschlegl, der als Lawinen-Obmann für den Bereich Lenggries-Fall zuständig ist. Die Niederschläge der vergangenen Tage, die in höheren Lagen als Neuschnee für Probleme sorgen könnten, sind in der Region nämlich lediglich als Regen heruntergekommen. Überhaupt war es laut Bruckschlegl ein „sehr entspannter Winter“. Nicht einmal hatte beispielsweise die Bundesstraße 307 gesperrt werden müssen.

Auch am Brauneck ist die Lage laut dem zuständigen Lawinenobmann unproblematisch. „Die Pisten sind nicht gefährdet, die Seitenhänge sind aper“, sagt Ralf Kirchgatterer. Den restlichen Schnee habe es „stark zusammengeregnet“. Trotzdem sei die Warnstufe zwei durchaus gerechtfertigt: Denn es werde im Laufe des Tages stetig wärmer. Diese Entwicklung begünstige oberflächliche Lockerschneelawinen, die sich dann selbst auslösen könnten. Laut dem Lawinenwarndienst Bayern klettert die Gefahr in den Allgäuer, den Werdenfelser und den Berchtesgadener Alpen deshalb auch im Laufe des Tages von Stufe zwei auf Stufe drei. Kirchgatterer: „Das müssen wir auch immer im Kopf haben.“

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