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LED-Lampen werden jetzt auch im Erweiterungsbau der Mittelschule eingebaut.

Gemeinderat

LED-Lampen für die Lenggrieser Mittelschule sparen Energie und CO2

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Die Gemeinde Lenggries rüstet die Beleuchtung in ihren Schulen um. Jetzt wird der nächste Schritt in Angriff genommen.

Lenggries – Seit einiger Zeit ist die Gemeinde Lenggries damit beschäftigt, die Beleuchtungen in den Schulen auf LED umzurüsten.In der Lenggrieser Grundschule ist das bereits erledigt. In der Wegscheider Schule und im Altbau der Mittelschule laufen derzeit die Arbeiten. In der Gemeinderatssitzung ging es jetzt um den nächsten Schritt. Marcus Klingler vom gleichnamigen Ingenieurbüro in Benediktbeuern stellte die Entwurfsplanung für den Erweiterungsbau der Mittelschule vor.

Auch dort gebe es bislang konventionelle Leuchtstoffröhren, die nun vom Keller bis zum Dachgeschoss auf drei Ebenen durch LED-Lampen ersetzt werden sollen. Damit das möglichst reibungslos geht, „haben wir Leuchten ausgesucht, die in die vorhandenen Deckenausschnitte passen“, erklärte Klingler. „Es war nicht ganz einfach, aber wir haben das Passende gefunden.“

Neue LED-Beleuchtung kostet rund 150.000 Euro

Ergänzt werden die Leuchten durch ein intelligentes Lichtmanagementsystem, das sich beispielsweise an der Tageslichteinstrahlung orientiert. Vergisst zudem jemand beim Verlassen des Raums, das Licht auszuschalten, „geht es nach einer gewissen Zeit von selbst aus“, erklärte Klingler.

Mit einer Energieeinsparung von 50 Prozent rechnet der Fachmann durch die Umrüstung. Die ist nicht ganz billig. Rund 150 000 Euro wird die Gemeinde investieren müssen. Aus einem Förderprogramm des Projektträgers Jülich kann sie mit etwa 38 000 Euro an Zuschüssen rechnen – sofern der Antrag bis Ende September eingereicht wird.

Das beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung einstimmig. Die Ausschreibung der Arbeiten ist für Anfang 2020 vorgesehen. In den nächsten Sommerferien könnte die Umrüstung dann erledigt werden.

Neue LED-Beleuchtung spart 14 Tonnen CO2 pro Jahr

Stephan Bammer (Freie Wähler) wollte wissen, wie lange die Lebensdauer der LED-Leuchten ist. Der Hersteller gebe 50 000 bis 100 000 Stunden. „Das ist aber ein Papierwert“, sagte Klingler. Bei rund 2750 Stunden, die die Lampen pro Jahr brennen, dürften sie einige Zeit halten. Sollten sie auch, denn amortisiert haben wird sich die Investition erst nach 16 bis 18 Jahren.

Bammer fragte zudem, „wie praxistauglich das Lichtmanagementsystem ist“. Man setze hier auf ein System, das sich in der Ickinger Schule bereits bewährt habe, antwortete Klingler. Der Einbau des Systems sei aber zwingend erforderlich, „weil wir sonst gar nicht auf die geforderte Energieeinsparung kommen und es dann keine Förderung gibt“, sagte Klingler. Eingespart wird durch die Umrüstung übrigens nicht nur Energie, sondern auch CO2: Der Experte geht von 14 Tonnen pro Jahr aus. va

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Jede Einsparung von CO2 ist wichtig, denn die Region Oberland produziert 4 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr: Klimaziele sind „in weiter Ferne“. Noch herrscht in zwar in keiner Gemeinde „Klimanotstand“ - zumindest nicht offiziell - das Thema ist aber in den Rathäusern präsent. 

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