Schwerer Unfall nahe der Kaiserwacht.
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Nach einem schweren Unfall nahe der Kaiserwacht leisteten Feuerwehr und Rettungdienst in der Nacht zum Sonntag Hilfe.

Zwischen Sylvensteinsee und Achenkirch

Auf eisglatter Straße: Fahranfänger verliert Kontrolle über Wagen - Auto überschlägt sich - zwei Schwerverletzte

  • Melina Staar
    vonMelina Staar
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  • Andreas Steppan
    Andreas Steppan
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Besonders tückische Straßenverhältnisse werden zwei jungen Männern in der Nacht zu Sonntag zwischen Sylvensteinspeicher und Achensee zu Verhängnis. Sie werden schwer verletzt.

  • Ein schwerer Unfall hat sich in der Nacht zum Sonntag an der Grenze zwischen Bayern und Österreich ereignet.
  • Der Wagen eines Fahranfängers wurde eine felsige Böschung hinaufgeschleudert und überschlug sich.
  • Sein Beifahrer musste per Hubschrauber in die Unfallklinik Murnau geflogen werden.

Lenggries/Achenkirch – Die Unfallstelle liegt auf einem Streckenabschnitt der B307, der – vom Sylvenstein kommend – kurz vor der Kaiserwacht auf einem etwa 300 Meter langen Stück jenseits des Grenzbachs Walchen und somit auf österreichischer Seite verläuft. Auf der ersten von zwei Brücken über die Walchen, in der Nähe des Parkplatzes bei der Rauchstuben-Alm, hatte ein 18-Jähriger Fahrer laut Bericht der Landespolizeidirektion Tirol aufgrund von Glätte die Kontrolle über das Fahrzeug verloren.

Lenggries/Achenkirch: 18-jähriger Fahrer verliert wegen Glätte Kontrolle über Wagen - zwei Schwerverletzte

Das Fahrzeug wurde meterhoch eine steile, felsige Böschung hinaufgeschleudert und überschlug sich. Der junge Fahrer und sein ebenfalls 18 Jahre alte Beifahrer wurden schwer verletzt. Der Beifahrer musste sogar mit dem Nachthubschrauber „Christoph München“ in die Unfallklinik Murnau gebracht werden.

Den andere brachte ein Rettungswagen in die Asklepios-Stadtklinik nach Bad Tölz. Die beiden jungen Männer stammen laut Polizei aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Offenbar wurden bei dem Unfall noch zwei weitere Autos beschädigt. Dazu macht die Polizei aber keine näheren Angaben.

Unfall bei Lenggries/Achenkirch: Auto schleudert Böschung hinauf und überschlagt sich

Für die Einsatzkräfte der Feuerwehren Fall und Vorderriß bedeutete der Unfall einen knapp dreistündigen Einsatz. Erst gegen 4 Uhr morgens konnten die Ehrenamtlichen wieder abrücken.

Wie der Faller Kommandant Christian Eberl berichtet, waren die Feuerwehren genau um 1.07 Uhr alarmiert worden. Neun Kräfte der Feuerwehr Fall und fünf der Feuerwehr Vorderriß rückten zu der Unfallstelle aus.

Nach Unfall bei Lenggries/ Achenkirch: Feuerwehren drei Stunden im Einsatz

Aufgabe der Feuerwehr war es laut Eberl, einen Landeplatz für den nachalarmierten Hubschrauber herzurichten und auszuleuchten. Danach galt es, auslaufende Betriebsstoffe sowie die über die ganze Fahrbahn verteilten Fahrzeugtrümmer zu beseitigen. „Wir haben dann noch die Straßenmeisterei angefordert zum Streuen, denn die Fahrbahn war in dem Bereich spiegelglatt“, schildert Eberl.

Es waren wohl genau diese tückischen Straßenverhältnisse, die dem Fahranfänger zum Verhängnis geworden waren. „Ansonsten war die Fahrbahn trocken, wir konnten einwandfrei da hinter fahren“, sagt der Feuerwehr-Kommandant. „Aber genau 200 Meter vor der Unfallstelle wurde es extrem glatt.

Tückische Glätte wurde Fahranfänger zum Verhängnis

Exakt im selben Bereich hatte sich erst in den frühen Morgenstunden des Samstag ein weiterer Unfall ereignet. Auch hier kam es zu einem Glätteunfall am Sylvenstein: Ein Auto kippte um und schlitterte über den Parkplatz. Gute Nachrichten gibt es dafür vom Jagdschloss in Hinterriß. Die genauen Pläne sind zwar noch ungewiss: Aber in das ehemalige Jagdschloss könnte bald wieder Leben einziehen.

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