Die Isar mit Kiesbank.
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An der Isar im Gemeindebereich Lenggries ereignete sich die Attacke auf die Frau.

Er trug Regenbogensocken

Angriff auf Lenggrieserin an der Isar: Polizei verhaftet Tatverdächtigen nach entscheidendem Zeugenhinweis

Ein Unbekannter hatte Ende Juli am Lenggrieser Isarufer eine 31-Jährige angegriffen. Der Täter flüchtete. Jetzt hat ihn die Polizei festgenommen.

  • Ein unbekannter Mann hat eine Lenggrieserin am 30. Juli an der Isar angegriffen
  • Die Frau wehrte sich heftig und wurde bei der Attacke leicht verletzt
  • Am 24. August verhaftetet die Polizei eine dringend Tatverdächtigen. Den entscheidenden Hinweis gab ein 17-Jähriger.

Update vom 24. August:

Lenggries - Nach dem tätlichen Angriff auf eine 31-jährige Frau am 30. Juli am östlichen Isarufer bei Lenggries wurde am Sonntag ein 36-Jähriger festgenommen. Den entscheidenden Hinweis zur Festnahme lieferte ein 17-jähriger Zeuge, der den Tatverdächtigen auf Grund des veröffentlichten Zeugenaufrufs erkannte und umgehend die Polizei verständigte.

Wie berichtet, befand sich die 31-Jährige an jenem Donnerstagabend alleine auf einer Kiesbank am östlichen Isarufer auf Höhe der Lerchkogelstraße 8 in Lenggries. Ein zum damaligen Zeitpunkt unbekannter Mann trat an sie heran und fing ein Gespräch in englischer Sprache mit ihr an. Als die Frau wenig später die Kiesbank verlassen wollte, griff der Mann sie unvermittelt an und drückte sie zu Boden. Die 31-Jährige wehrte sich nach Leibeskräften und schrie laut um Hilfe. Daraufhin ließ der Unbekannte von ihr ab und entfernte sich in unbekannte Richtung.

17-Jähriger erinnert sich an Täterbeschreibung der Polizei und gibt entscheidenden Tipp

Die Kriminalpolizei Weilheim übernahm noch in der Nacht unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II die Ermittlungen. Die Geschädigte, die durch den Angriff verletzt wurde, konnte den Beamten trotz des für sie traumatischen Vorfalls eine gute Beschreibung des Täters abgeben. Unter anderem waren ihr Socken in Regenbogenfarben-Muster, die kräftige Statur und der osteuropäische Akzent des Mannes aufgefallen. Die Kripo Weilheim wandte sich umgehend mit einem Zeugenaufruf an die Öffentlichkeit, der zunächst jedoch keine Hinweise auf den Täter erbrachte.

Das änderte sich am Sonntagvormittag. Einem 17-jährigen Jugendlichen im Ortsgebiet von Lenggries fiel ein Mann auf, auf den die Täterbeschreibung passte. Der 17-Jährige konnte sich noch an den Zeugenaufruf der Kripo erinnern und verständigte daraufhin die Polizeiinspektion Bad Tölz. Eine Streifenbesatzung griff den Tatverdächtigen kurz darauf auf. Der Mann ließ sich widerstandslos festnehmen. Es handelt sich um einen 36-jährigen tschechischen Staatsangehörigen, der vorübergehend im Bereich Lenggries wohnhaft ist. Der 36-Jährige gab zu, die ihm unbekannte Frau angegriffen zu haben.

Tatverdächtiger wird dem Ermittlungsrichter vorgeführt und landet in der JVA

Der dringend Tatverdächtige wurde am Montag auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt, welcher die Untersuchungshaft anordnete. Anschließend wurde er in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Update vom 14. August: Gut zwei Wochen liegt der Angriff auf eine 31-jährige Lenggrieserin an der Isar zurück. Die Ermittlungen der Polizei dauern an. „Es gab ein paar vage Hinweise“, sagt Stefan Sonntag, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd, auf Anfrage. Keiner habe die Ermittlungen wegen sexueller Nötigung allerdings entscheidend weitergebracht. Es gebe im Moment keine heiße Spur, sagt Sonntag. „Die Ermittlungen laufen aber natürlich weiter.“

Der Übergriff hatte sich wie berichtet am Donnerstag, 30. Juli, gegen 20.50 Uhr auf einer Kiesbank in der Isar auf Höhe der Lerchkogelstraße 8 ereignet. Ein unbekannter Mann hatte die Lenggrieserin in ein Gespräch verwickelt. Als die Frau wenig später die Kiesbank verlassen wollte, griff er sie an. Die Frau wehrte sich nach Leibeskräften und rief um Hilfe, bis der Unbekannte schließlich von ihr abließ. Die Lenggrieserin wurde bei der Attacke leicht verletzt.

Der Täter ist nach Angaben der Beamten etwa 40 Jahre alt und 1,90 Meter groß, von kräftiger Statur mit breiten Schultern, Glatze und rundem Gesicht. Bekleidet war er mit einer kurzen Hose, T-Shirt und Socken mit Regenbogenmuster. Der Unbekannte sprach Englisch mit osteuropäischem Akzent. Sachdienliche Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Weilheim unter Telefon 08 81/64 00 entgegen

Update vom 3. August, 16 Uhr: Noch keine neuen Erkenntnisse gibt es nach der Attacke auf eine Frau am Isarufer im Gemeindebereich von Lenggries. „Die Ermittlungen laufen“, Carolin Hohensinn, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auf Nachfrage. Auf den Zeugenaufruf vom vergangenen Freitag (siehe unten) habe sich leider niemand gemeldet. Die Polizei erhofft sich allerdings weiter Hinweise auf den unbekannten Angreifer.

Die ursprüngliche Meldung vom 31. Juli:

Lenggries – Ein kräftiger, 1.90 Meter großer Mann hat am Donnerstagabend (30. Juli) eine Frau am Lenggrieser Isarufer angegriffen. Die 31-Jährige wehrte sich heftig und schrie, worauf der Riese, der englisch sprach, von ihr abließ und flüchtete. Was er eigentlich wollte, das ist nicht ganz klar, sagt die Polizei, die sich wegen der auffälligen Beschreibung des Täters Zeugenhinweise erhofft.

Der Tatort war eine Kiesbank am östlichen Isarufer auf Höhe der Lerchkogelstraße 8 bei Lenggries. Dort genoss am Donnerstag gegen 20.50 Uhr eine 31-jährige Lenggrieserin den schönen Abend. Die Frau war alleine, als ein unbekannter Mann an sie herantrat und in englischer Sprache mit osteuropäischem Akzent ein Gespräch mit ihr anfing.

Gesucht: Der Glatzkopf mit den regenbogenfarbenen Socken

Um was ging es? „Ein Allerweltsgespräch“, sagt die Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd, Carolin Hohensinn auf Nachfrage. Als die Frau wenig später die Kiesbank verlassen wollte, wurde sie unvermittelt von dem Riesen angegriffen. Er drückte sie zu Boden. Die 31-Jährige wehrte sich aber nach Leibeskräften und schrie laut um Hilfe. Daraufhin ließ der Unbekannte von ihr ab und lief in unbekannte Richtung. davon.

Nach Bekanntwerden des Vorfalls wurde umgehend eine Tatortbereichsfahndung mit zahlreichen Streifen der Polizeiinspektion Bad Tölz und umliegender Dienststellen eingeleitet. Hierbei wurden die Einsatzkräfte auch von einem Isar-Ranger unterstützt.

31-Jährige wehrte sich heftig

Die Lenggrieserin wurde durch den Angriff leicht verletzt und in ärztliche Behandlung gebracht. Den Täter konnte sie wie folgt beschreiben: Er ist etwa 40 Jahre alt und 1,90 Meter groß, von kräftiger Statur mit breiten Schultern, Glatze und rundem Gesicht. Bekleidet war er mit einer kurzen Hose, T-Shirt und, auf dieses Detail setzt die Polizei große Hoffnungen, auffallenden Socken in Regenbogenfarben-Muster. Der Täter sprach Englisch mit osteuropäischem Akzent.

Der Täter wird sehr auffällig beschrieben

Was er wollte und ob es sich um ein Sexualdelikt handelt, wollte Carolin Hohensinn am Freitag nicht bestätigen. „Das ist noch unklar.“

Der Kriminaldauerdienst der Kripo Weilheim übernahm noch in der Nacht die ersten Ermittlungen, die in weiterer Folge unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II vom Fachkommissariat der Kriminalpolizei Weilheim geführt werden.

Zur Klärung des Falles hat die Polizei folgende Fragen an die Bevölkerung

  • Wer war am Donnerstagabend gegen 20.50 Uhr oder kurz zuvor im Bereich des östlichen Isarufers in Lenggries oder auch auf der gegenüberliegenden, westlichen Uferseite unterwegs? Wem fielen dabei eine Frau und ein glatzköpfiger Mann auf, die sich auf einer Kiesbank befanden?
  • Wer kann der Kriminalpolizei aufgrund der Personenbeschreibungen Hinweise zur Identität des Täters geben?
  • Wer kann sonst sachdienliche Angaben in dem Fall machen?

Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 08 81/64 40 bei der Kriminalpolizei Weilheim zu melden.

chs/va

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