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Sagenhafte Noten: Verena Frech schaffte ihr FOS-Abitur mit einem Schnitt von 0,86.

Das ist ihr Lern-Geheimnis

Wie Verena Frech ein sagenhaftes „Nuller-Abi“ schaffte

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Bayerns beste FOS-Schülerin kommt aus Lenggries. Verena Frech hat ihr Abitur mit dem sagenhaften Schnitt von 0,86 abgelegt. 

Lenggries/Bad TölzVerena Frech ist ganz bescheiden. Ihre ganze Klasse sei sehr gut gewesen, sagt die 19-Jährige. Ihre eigene Leistung möchte sie gar nicht so besonders hervorheben. Die Lenggrieserin hat ihr Abitur (FOS13) mit einem Schnitt von 0,86 abgelegt.

„Ich kann mir gut Sachen merken“, sagt Verena Frech. „Das ist in der Schule ein großer Vorteil.“ Auch Mathematik fällt ihr leicht, „da baut ja alles aufeinander auf“. Schon immer sei ihr das Lernen eher leicht gefallen, sagt die Abiturientin. Nach der Grundschule in Lenggries wechselte sie auf die Realschule Hohenburg und nach dem Abschluss schließlich zur Fachoberschule nach Bad Tölz.

Natürlich habe sie auch einen gewissen Eifer entwickelt, sagt Verena Frech. „Man hat ja auch Anforderungen an sich selbst.“ In der Abschlussklasse habe sie sich selbst das Ziel gesetzt, ein „Nuller-Abi“ zu schaffen. „Aber ich habe nicht wirklich geglaubt, dass das klappen könnte.“

Doch es klappte. Die 19-Jährige erklärt, wie die Null vor dem Komma möglich wird: „Wenn man in allen Fächern 14 Punkte hat, dann hat man 1,0.“ Sobald aber in einem Fach 15 Punkte erreicht werden, kommt die Null vor das Komma. Sie habe sowohl 13 als auch 14 und 15 Punkte gehabt. In der Summe ergab das den ungewöhnlichen Notenschnitt.

Bayern/Lenggries: Wie Verena Frech zum „Nuller-Abi“ kam

Die Abschlussprüfungen legte sie in den Fächern Deutsch, Mathe, Englisch und BWR (Betriebswirtschaftslehre/Rechnungswesen) ab. „Ich mag alle Fächer gerne, aber BWR und Mathe sind meine Favoriten.“

Einen besonderen Trick fürs Lernen hat Verena Frech eigentlich nicht, wie sie zugibt. „Wenn es viel zu lernen ist, dann fasse ich alles für mich noch einmal zusammen. Oft lerne ich einfach vom Blatt und gehe dann durch, was hängen geblieben ist.“ Innerhalb der Klasse hätten sich die Schüler gegenseitig gepusht. „Da waren alle sehr ehrgeizig.“

Video: Viele Studiengänge auch ohne Abitur

Wie es für sie weitergeht, weiß Verena Frech auch: Sie möchte Jura in München studieren und hat sich bereits eingeschrieben. „Das hat mich früher schon interessiert“, sagt sie. Bei einem Praktikum in Tölz habe sie gemerkt, dass ihr die Berufsrichtung gefällt. Von ihrer Schule wurde sie für das Maximilianeum vorgeschlagen – das würde für sie bedeuten, dass sie als Stipendiatin freie Kost und Logis erhalten würde. Es sei aber sehr schwer, aufgenommen zu werden, sagt Frech.

Bevor es im September mit dem Studium losgeht, möchte sie erst einmal reisen. Zunächst geht es mit einer Freundin nach Amsterdam. Im August reist sie ebenfalls mit einer Freundin für einen Monat nach Asien. „Das war unser Traum, die Zeit jetzt müssen wir noch nutzen“, sagt Frech. Besuchen wollen sie Bali, Singapur und Vietnam. „Natürlich wollen wir uns einiges anschauen, aber wir möchte auch entspannen, tauchen und surfen.“

Langfristig möchte Verena Frech, die in ihrer Freizeit Harfe spielt und Taekwondo trainiert, in der Region bleiben, wenngleich sie sich einen Aufenthalt im Ausland während ihres Studiums gut vorstellen kann. „Ich werde zwar vorerst nach München ziehen, möchte aber schon wieder hierher zurückkommen. Hier bin ich verwurzelt.“

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