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Bitte Ruhe - das wünschten sich die Anwohner rund um den Sendemasten in Lenggries.

Fragen aus der Bürgerversammlung

Lenggries: Brummender Sendemast störte Anwohner - jetzt ist Ruhe

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Um brummende Sendemasten und Schulwegsicherheit drehten sich die Fragen in der Lenggrieser Bürgerversammlung.

Lenggries – Mit den Anfragen aus der Bürgerversammlung befasste sich der Lenggrieser Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Man habe in den vergangenen Wochen zu verschiedenen Themen Gespräche geführt, sagte Bürgermeister Werner Weindl (CSU). Dabei ging es unter anderem um das Thema Schulwegsicherheit, das die Mütter Sabine Mederle und Sabine Gerg zur Sprache gebracht hatten. Mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub habe man über eine Projektwoche „Ohne Auto zur Schule“ gesprochen. „Die Umsetzung werden wir für das neue Schuljahr vorschlagen“, sagte Weindl. Busse und „Elterntaxis“ sollen in dieser Zeit die Kinder nicht direkt bis zur Schule fahren. Stattdessen sollen die Mädchen und Buben die letzten Meter zu Fuß zurücklegen.

Weindl erinnerte zudem daran, dass es früher einen Arbeitskreis Schulwegsicherheit in der Gemeinde gab. Die Mitglieder kamen aus der Verwaltung, dem Gemeinderat, der Schule und aus der Elternschaft. Letztere hätten aber irgendwann „gesagt, dass es das nicht mehr braucht. Wenn der Bedarf wieder gesehen wird, spricht von unserer Seite nichts dagegen, den Arbeitskreis wieder zu gründen“, sagte Weindl.

Stephan Bammer (FW) brachte noch eine neue Idee auf, wie der Schulberg sicherer gemacht werden könnte. „Die Geiersteinstraße ist eine durchgehende Vorfahrtstraße. Wenn der Fahrer aber stattdessen auf Rechts vor Links aufpassen müsste, würde langsamer gefahren.“ Ihm sei schon klar, dass das „eine einschneidende Maßnahme“ ist. Aber vielleicht könnte man sich diese Idee mal durch den Kopf gehen lassen. Weindl war eher skeptisch. „Man muss nur mal schauen, wie die Radler da runterfahren“, sagte der Bürgermeister. Zudem seien manche einmündende Straßen, die dann bevorrechtigt wären, kaum als Einmündungen erkennbar. Als Beispiel nannte er den sehr schmaler Kyreinweg. „Den nimmt man gar nicht wahr.“

Brummender Sendemast: Techniker tauscht defektes Teil aus

Auch Josef Wasensteiner (CSU) war skeptisch. Schon aufgrund des Ausbauzustands der Geiersteinstraße wäre es aus seiner Sicht problematisch, sie den querenden Straßen unterzuordnen. FW-Fraktionschef Günter Haubner bezweifelte ebenfalls, dass „Rechts vor Links dort ein probates Mittel ist“. Weindl wird das Thema dennoch mit der Polizei besprechen.

Auch die Problematik mit den Linksabbiegern auf der Isarbrücke habe er an die Polizei weitergegeben, ergänzte Weindl. Ob das 70er-Schild in Hohenwiesen ein Stück nach Süden versetzt werden kann, wie von Bernhard Greil gewünscht, damit muss sich die Verkehrsbehörde am Landratsamt beschäftigen.

Gute Nachrichten gibt es dagegen schon jetzt für die Anwohner, die unter dem lauten Brummen des Sendemasts am Alpenfestsaal zu leiden hatten. Auch auf dieses Problem hatten Sabine Gerg und Sabine Mederle in der Bürgerversammlung hingewiesen und sogar eine Aufnahme des Geräuschs vorgespielt. Nach einer „kleinen Buchbinder-Wanninger-Tour“, so Weindl, habe sich Telefónica Deutschland via Mail bei der Gemeinde gemeldet. „Angeblich wurde ein Techniker geschickt, der das schadhafte Teil ausgetauscht hat“, sagte der Bürgermeister in der Sitzung. Tatsächlich, bestätigen Anwohner, hat das Brummen seitdem aufgehört.  

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