Rennen um AKK-Nachfolge: Nächster prominenter CDU-Politiker macht ernst

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Stellten das Wahlprogramm der Lenggrieser CSU vor: (v.li.) Franz Schöttl, Christine Rinner, Brigitta Opitz und Elisabeth Ertl. 

Kommunalwahl 2020 

Lenggrieser CSU stellt Wahlprogramm vor

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Unter dem Motto „Gemeinsam gut leben“ stellte die Lenggrieser CSU ihr Wahlprogramm vor. Dabei setzen sie klare Schwerpunkte. 

Lenggries – „Gemeinsam gut leben“ – das ist das Motto der Lenggrieser CSU im Kommunalwahlkampf. Am Donnerstag stellten Bürgermeisterkandidatin Christine Rinner und die Gemeinderatsbewerber Elisabeth Ertl, Birgitta Opitz und Franz Schöttl das Wahlprogramm vor. Dieses befasst sich mit allen relevanten Feldern – von Jugendlichen und jungen Familien über Straßenverkehr und Landwirtschaft bis hin zu Senioren und Tourismus.

Letzteres sei „ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Lenggries“, aber auch Einheimische würden von der guten Infrastruktur und den touristischen Angeboten profitieren, heißt es im Programm. Die CSU will sich unter anderem dafür einsetzen, dass das Wanderwegenetz gepflegt oder auch in Freibad und Isarwelle die Attraktivität gesteigert wird. Hier kommt auch wieder eine alte Idee ins Spiel: der Bau einer Saunalandschaft. „Es geht aber um eine kleinere Lösung“, sagte Ertl mit Blick auf die alten Pläne. „Man kann das nach und nach aufbauen“, ergänzte Rinner. Dann blieben die Kosten überschaubar. Ihr schwebt bei der Gestaltung etwas Ortstypisches vor – vielleicht Sauna und Dampfbad mit „Hüttencharakter“. Generell müsste das Hallenbad saniert werden, sagt die Bürgermeisterkandidatin.

„Es ist wichtig, dass man die richtigen Partner findet.“

Am Herzen liegen der CSU die Senioren. Wichtig sei hier, die Nahversorgung im Ort zu erhalten, den Öffentlichen Personennahverkehr und die Barrierefreiheit auszubauen. Dazu gehöre auch der Bau einer weiteren Querungshilfe an der Tölzer Straße auf Höhe des Supermarkts. Gut gefällt Rinner immer noch die Idee, dass man alleinstehende Senioren, die oft in viel zu großen Häusern wohnen, aber nicht ausziehen möchten, mit jungen Familien zusammenbringt, die Platz brauchen und sich im Gegenzug um den alten Menschen kümmern. „Es ist wichtig, dass man die richtigen Partner findet“, betonte Opitz.

Großes Thema: Bezahlbarer Wohnraum 

Generell spielt das Thema Wohnraum eine Rolle im Wahlprogramm. Das „Schaffen von bezahlbarem Wohnraum“ ist dort genauso verankert wie das Ermöglichen von Bauvorhaben im Einheimischenmodell. „Die Gemeinde hat zwei Flächen gekauft, die wir auf Erbaurecht-Basis entwickeln wollen“, sagte Rinner. Um junge Familien im Ort zu halten, müsse es aber auch darum gehen, eine bedarfsgerechte Kinderbetreuung zu entwickeln. Und für Jugendliche soll ebenfalls etwas geboten sein – auch für diejenigen, die sich weder in einem Verein noch im Jugendtreff engagieren wollen. „Eine Idee, die mir gefällt, ist, dass wir einen Raum anbieten, den Jugendliche in Eigenverantwortung anmieten können“, sagte Rinner.

CSU will „schöne Dorfmitte mit Aufenthaltsqualität“

Wichtig sind der CSU zudem die Umgestaltung von Kirchplatz-, Markt- und Bahnhofstraße zu einer „schönen Dorfmitte“ mit „hoher Aufenthaltsqualität“, der Bau eines Gehwegs in Schlegldorf und eines Fußgänger- und Radfahrerstegs über die Isar zwischen Isar- und Bretonenbrücke. Tempo 30 in der Marktstraße ist für Rinner dagegen „kein Thema“.

Lesen Sie auch:Kommunalwahl 2020: Lenggries betet für einen guten Bürgermeister

Einsetzen möchte sich die CSU noch einmal für das Ausweisen von Gewerbeflächen angrenzend an die Kläranlage, das aber zuletzt an Naturschutzbelangen scheitert. Sie möchte das „gute Miteinander von Naturnützern, Landwirten und Erholungssuchenden“ fördern und generell die Land-, Forst- und Almwirtschaft unterstützen. Auch im Bereich Umweltschutz gibt es eine ganze Palette von Zielen – von der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED bis zur Fotovoltaikanlage auf dem Faulgasbehälter der Kläranlage. „Dann wäre die Anlage fast energieautark“, so Rinner.

Die CSU möchte keine „Schnellschüsse“ bei der Entwicklung der Kasernenfläche. 

Natürlich fehlt auch das, so Rinner, „ewige Thema“ Kaserne nicht im Programm. „Der Vorteil ist, dass die Gebäude jetzt zum Großteil uns gehören.“ Schnellschüsse bei der Entwicklung seien kontraproduktiv. „Wir wollen uns Zeit lassen und nach einer optimalen Lösung suchen“, sagte Rinner. Die kommt am besten aus den Bereichen Freizeit, Sport und Bildung. „Eine Hochschule ist für mich immer noch eine gute Idee“, so die Bürgermeisterkandidatin. „Oder eine Fachschule für bestimmte Berufsgruppen“, ergänzte Ertl. Zum Thema Kaserne will die CSU demnächst einen Ortstermin anbieten, um mit Bürgern über die Entwicklung zu diskutieren.

Lesen Sie auch: Kommunalwahl 2020: Alle Bürgermeisterkandidaten des Landkreises 

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