Bauausschuss

Lenggries kämpft um die letzten Telefonzellen

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Die Telekom möchte in Lenggries die letzten vier Telefonzellen abbauen. Die Gemeinde will das verhindern.

 Es ist eine Art ewiger Kampf, den die Gemeinde Lenggries mit der Telekom austrägt. Das Unternehmen möchte am liebsten alle öffentlichen Telefonzellen im Gemeindegebiet abbauen, die Gemeinderäte wollen das verhindern. Regelmäßig erheben sie Einspruch gegen die Pläne des Konzerns – so auch in der Sitzung des Bauausschusses am Montag.

Ins Visier gefasst hatte die Telekom die vier letzten noch verbliebenen Zellen im Brauneckdorf: an der Münchner Straße, am Rathausplatz, am Bahnhof und an der Tölzer Straße. Alle vier seien unwirtschaftlich habe die Telekom mitgeteilt, berichtete Bauamtsleiter Anton Bammer in der Sitzung.

Diese Meinung teilt die Verwaltung nicht, hakte nach und ließ sich die konkreten Umsätze nennen. Tatsächlich liegen die in den verschiedenen Telefonzellen zwischen 18 und 36 Euro im Monat. „Das zeigt, dass sie durchaus genutzt werden“, so Bammer. Das sah Bürgermeister Werner Weindl (CSU) genauso. Im vergangenen Jahr habe man dem Abbau von drei Standorten – unter anderem in Fall – zugestimmt, da dort der Umsatz tatsächlich gegen Null ging. „Aber man sieht, dass diese vier Telefonzellen angenommen werden. Diesem Abbau sollten wir nicht zustimmen.“ Für Josef Wasensteiner (CSU) gehören öffentliche Telefone „zur Grundversorgung. Es muss gewährleistet sein, dass man telefonieren kann“ – auch

wenn man kein Handy habe.

Der Ausschuss stimmte dem Abbau nicht zu. Zumindest soll mit der Telekom noch einmal darüber verhandelt werden, ob wenigstens ein oder zwei Telefonzellen erhalten bleiben können. 

Rubriklistenbild: © Schlaf

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