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2013 hat die Gemeinde das ehemalige Hotel Post gekauft. Im ersten Stock könnte der neue Sitzungssaal entstehen.

Gemeinde wächst

Lenggries knackt die 10.000-Einwohner-Marke

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Lenggries – Lenggries hat bei der Einwohnerzahl eine magische Grenze geknackt: Laut der letzten Erhebung leben 10.079 Menschen in der Brauneckgemeinde. Das könnte die Kommune allerdings auch vor ein gravierendes Problem stellen:

Bleibt es bei der Zahl, müssen bei der Kommunalwahl 2020 vier Gemeinderäte mehr gewählt werden – und die haben im jetzigen Sitzungssaal im Rathaus auf keinen Fall mehr Platz.

Schon mit den aktuell 20 Gremiumsmitgliedern plus Bürgermeister und Verwaltungsmitarbeitern sind die Verhältnisse im ersten Stock des Rathauses äußerst beengt. Dass es bei der nächsten Wahl vier Gemeinderäte mehr sein könnten, „damit haben wir eigentlich schon gerechnet“, sagte Bürgermeister Werner Weindl am Freitagabend in der Lenggrieser Bürgerversammlung. Auch mit Blick auf diese Entwicklung habe die Gemeinde 2013 den ehemaligen Gasthof Post an der Marktstraße in unmittelbarer Nähe des Rathauses gekauft. Dort könnte der ehemalige Saal im ersten Obergeschoss als neuer Sitzungsraum dienen.

Davor muss das seit Längerem leer stehende Gebäude aber grundlegend saniert werden. „Als erstes führen wir jetzt ein Gespräch mit dem Denkmalschutz“, berichtet Weindl auf Anfrage. Generell soll abgeklopft werden, ob und wie die von der Gemeinde angedachten Veränderungen an dem denkmalgeschützten Gebäude umgesetzt werden können. Beispielsweise geht es um die Frage, ob ein Aufzug eingebaut werden kann, um das Haus barrierefrei zu machen. „Wir müssen aber auch die abgehängte Decke im Saal entfernen, um den Stuck darunter freizulegen“, berichtet Weindl.

Generell müsse klar sein, dass das Gebäude, das 2300 Quadratmeter Fläche auf vier Etagen bietet, nur Stück für Stück entwickelt werden kann. Im Erdgeschoss schwebt dem Gemeinderat wieder eine gastronomische Nutzung vor. Auch Räume für die Kinder- und Seniorenbetreuung könnten in dem Haus Platz finden. Das gesamte Gebäude braucht auf jeden Fall eine neue Heizung. Hier ist angedacht, das Haus über ein Fernwärmenetz an das Blockheizkraftwerk bei der Schule anzuschließen, das von Gas auf Hackschnitzel umgerüstet werden soll.

Im Laufe des Jahres hofft Weindl, die ersten Genehmigungen für die Umgestaltung der Post beantragen zu können. „Im nächsten Jahr könnte dann die Umsetzung beginnen.“

Dass die Bevölkerungszahl in den vergangenen Jahren stetig gestiegen ist, liegt übrigens nicht in erstes Linie an den Asylbewerbern. „Die werden zwar auch hinzugezählt, aber in Lenggries entstehen auch pro Jahr 40 bis 50 neue Wohneinheiten, die für Zuzug sorgen.“

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