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Nichts geht mehr: Ein Polizeiauto an der Einfahrt nach Leger.

Schneechaos im Isarwinkel

Lenggrieser Ortsteil abgeschnitten: In Leger helfen sich die Nachbarn gegenseitig

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Der Schnee macht auch den Einwohnern von Leger (Lenggries) zu schaffen. Sie befinden sich in mitten in einer Straßensperrung. Um den Ort zu verlassen, müssen sie einiges beachten.

Lenggries – Die eingeschneiten Jachenauer stehen derzeit im Fokus der Berichterstattung (siehe Bericht auf Seite 3). Doch auch im kleinen Lenggrieser Weiler Leger haben die Menschen mit den Bedingungen zu kämpfen.

Die Sperrung der Staatsstraße 2072 beginnt bei Langeneck – Leger liegt somit im gesperrten Bereich. Laut Bürgermeister Werner Weindl sei der Winterdienst bis Leger im Einsatz. Ihm waren bis Mittwochmittag keine Beschwerden zugetragen worden. Der Bereich, in dem Bäume auf die Straße gefallen waren, würde erst hinter Leger liegen.

Schnee-Chaos auch in Leger (Lenggries): Bewohner fühlen sich im Stich gelassen

Trotzdem: Die Bewohner fühlen sich teilweise im Stich gelassen. „Die Unterstützung für Betroffene im Ortsteil Leger bei Lenggries lässt zu wünschen übrig. Die haben keine Chance irgendwie an Lebensmittel und so weiter zu kommen“, schreibt eine Leserin auf Facebook.

„Es schneit den ganzen Tag“, berichtet auch Elisabeth Seidl von der „Landerermühle“ in Leger. Klar könne man mit einem entsprechenden Auto mit Allradantrieb die Straße nach Lenggries nutzen, „aber halt auf eigene Verantwortung, weil die Straße offiziell gesperrt ist“. Der Schneepflug sei „schon mal durchgefahren“, weil es aber beständig weiter schneite, sei die Straße dennoch nicht frei. Gefährlich sei es auch zu fahren, weil einige Bäume sehr weit in die Fahrbahn hineinragen. „Da vermeidet man es lieber, die Straße zu nutzen.“

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In ihrem Café seien genügend Lebensmittel zur Grundversorgung vorhanden, auch würde man sich in dem kleinen Ortsteil gegenseitig helfen. Für Mittwochabend war ein Treffen aller Einwohner in der „Landerermühle“ vorgesehen, um die Lage zu besprechen.

Kurzfristig waren einige Gäste im Ortsteil eingeschlossen, die konnten aber am Montag abreisen. Auch Touristen, die eigentlich länger bleiben wollten, nutzten die kurze Chance am Montag, um nach Lenggries umzusiedeln. „Unser Haus ist jetzt leer“, sagt Seidl.

Wegen der Straßensperrung und der vorherrschenden Bedingungen ist derzeit auch keine Betreuung der Waldkindergarten-Kinder in Leger möglich, wie eine Mitarbeiterin des Albert-Schweitzer-Familienwerks berichtet. Die Kleinen werden stattdessen in Lenggries betreut.

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Die Menschen in Leger kommen derzeit nicht ins Brauneckdorf, um dort beispielsweise Einkäufe zu erledigen. Auch von Lenggrieser Seite her ist es wichtig, dass die Zufahrt nach Leger möglich ist. „Dort hinten ist unser Hauptbrunnen“, sagt Bürgermeister Werner Weindl. Die Mitarbeiter der Wasserwerke müssten dort jederzeit hinkommen können. Problematisch sei es, wenn wie am Sonntag der Strom ausfalle. Es gebe zwar ein Notstromaggregat. Dieses werde aber mit Diesel betrieben und müsse mit entsprechendem Nachschub versorgt werden.

Bis Freitag wolle man abwarten, wie sich die Situation weiter entwickelt, sagt Elisabeth Seidl. Bis dahin kommen die Menschen in Leger gut über die Runden. Sollte sich die Lage nicht bessern, werden dann aber auch sie Unterstützung benötigen.

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