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Referierte bei der Frühjahrsversammlung der Feuerwehren: der Geretsrieder Polizeichef Daniel Kießling.

“Aber besser: freundlich und höflich auftreten“

Polizei-Chef erklärt: In diesen Fällen dürfen sich Feuerwehrler gegen Attacken wehren

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Es kommt immer öfter vor, dass Rettungskräfte im Einsatz verbal oder sogar körperlich attackiert werden. Darf man sich dagegen eigentlich wehren? Ja, und zwar in diesen Fällen:

Lenggries - „Wenn wir soweit sind, dass Feuerwehrkräfte, die helfen wollen, angegriffen werden, dann bewegt das viele“, sagte der Geretsrieder Polizeichef Daniel Kießling zu Beginn seines Vortrags in der Frühjahrsversammlung der Feuerwehren in Lenggries.

Der 35-Jährige ging auf die rechtlichen Grundlagen ein und erklärte, welche Möglichkeiten Retter haben, sich im Ernstfall zur Wehr zu setzen – beispielsweise, wenn sie nicht zu den Verletzten durchgelassen werden. Er erläuterte Begriffe wie Notwehr, Nothilfe und Jedermannsfestnahme.

Im Vortrag ging es aber nicht nur um Fälle, in denen Feuerwehrleute körperlich angegriffen werden oder ihnen Gewalt angedroht wird, sondern auch um die Frage, wie man mit Leuten umgeht, die sich nicht an Straßenabsperrungen halten wollen und die Rettungskräfte entsprechend angehen. Auch hier gebe es Möglichkeiten, sagte Kießling. 

„Dann funktioniert das bei mindestens 50 Prozent“

Er riet aber eher zu Besonnenheit, bevor man sich selber durch eine überzogene oder rechtlich nicht einwandfreie Gegenreaktion Ärger einbrocke. Besser sei es, möglichst durch das eigene Verhalten dazu beizutragen, Aggressionen zu vermeiden beziehungsweise deeskalierend zu wirken. Der Inspektionsleiter riet den Helfern, die an den Absperrungen stehen, „freundlich und höflich aufzutreten, dann funktioniert das schon bei mindestens 50 Prozent“. 

Bei den anderen 50 Prozent sollte man „Verständnis für das Gegenüber aufbringen“ und erklären, warum die Straße gesperrt werden muss. „Das ist immer besser als einfach zu sagen: Na, da gibt’s nix zum Sehen.“ Auf Provokationen sollte man möglichst nicht eingehen. „Je älter man wird, desto einfacher wird das“, sagte Kießling. Auch „Alphatier-Gehabe“ sei eher kontraproduktiv bei Absperrungen. „Ich weiß schon, dass es Spaß macht, zu sagen: Du darfst hier nicht rein. Aber Freundlichkeit wäre besser.“ Sein Rat: „Häufig sind wir von der Polizei da oder man kann uns zumindest anrufen. Je früher der Kontakt zur Polizei da ist, desto früher können wir helfen.“

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