Erste Gratulantin: Nathalie Klaffenbacher beglückwünscht ihren Mann Stefan mit einem Kuss zum deutlichen Sieg bei der Lenggrieser Bürgermeisterwahl.
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Erste Gratulantin: Nathalie Klaffenbacher beglückwünscht ihren Mann Stefan mit einem Kuss zum deutlichen Sieg bei der Lenggrieser Bürgermeisterwahl.

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Stefan Klaffenbacher ist neuer Lenggrieser Bürgermeister: Sieg im ersten Wahlgang

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
    vonVeronika Ahn-Tauchnitz
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  • Andreas Steppan
    Andreas Steppan
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Sieg im ersten Wahlgang: Stefan Klaffenbacher ist neuer Lenggrieser Bürgermeister. Mit knapp 58,2 Prozent der Stimmen setzte sich der Kandidat der Freien Wählergemeinschaft gegen Klaus Hanus von den Grünen (25,7 Prozent) und Tobias Raphelt von der SPD (16,1 Prozent) durch.

  • Lenggries hat am Sonntag, 13. September, einen neuen Bürgermeister gewählt
  • Im ersten Wahlgang setzte sich Stefan Klaffenbacher (FWG) gegen Klaus Hanus (Grüne) und Tobias Raphelt (SPD) durch
  • Bereits am Montag, 14. September, tritt Stefan Klaffenbacher seinen Dienst im Lenggrieser Rathaus an

Lenggries – Stefan Klaffenbacher (FWG) hatte von Anfang an die Nase vorn. In jedem Wahllokal lag der 33-Jährige deutlich über den benötigten 50 Prozent. Am Ende schaffte er mit 58,2 Prozent klar den Sieg im ersten Wahlgang.

Viel Zeit zum Feiern blieb dem neuen Lenggrieser Bürgermeister am Sonntagabend nicht. Bereits an diesem Montag tritt er seine neue Stelle im Lenggrieser Rathaus an. „Ich bin sehr glücklich“, sagte Klaffenbacher am Sonntag, nachdem das Endergebnis feststand. Er freue sich über den großen Vertrauensbeweis der Lenggrieser Bevölkerung und fand auch die Wahlbeteiligung von 58,4 Prozent eigentlich ganz in Ordnung.

Stefan Klaffenbacher: „Habe größten Respekt vor der neuen Herausforderung“

Vor der neuen Herausforderung „habe ich auf jeden Fall größten Respekt“, so der 33-Jährige. „Aber ich freue mich richtig auf die neue Aufgabe.“ Die erste Gratulantin am Sonntag war Klaffenbachers Frau Nathalie. „Ich bin gespannt, was jetzt alles passiert“, sagte die Mutter von zwei kleinen Kindern. Zwar müsse sie sich noch an den Gedanken gewöhnen, dass ihr Mann nun Bürgermeister sei, aber die Kandidatur habe sie voll unterstützt, sagte sie lächelnd.

Zwar beginnt Klaffenbacher am Montag im Rathaus, die Leitung der Bauausschusssitzung am Abend werde er aber wohl noch Zweitem Bürgermeister Franz Schöttl überlassen. Dem dankte Klaffenbacher am Sonntag noch einmal ausdrücklich für die gute Arbeit, die er geleistet hatte. Schöttl hatte nach dem Tod von Bürgermeister Markus Landthaler vor drei Monaten die Geschicke der Gemeinde geleitet. Für die nächsten zwei Wochen wird er Klaffenbacher zur Seite stehen und ihn in seine neue Aufgabe einarbeiten.

Grünen-Kandidat macht keinen Hehl aus seiner Enttäuschung

Aus seiner Enttäuschung keinen Hehl machte am Sonntagabend Klaus Hanus (Grüne), der mit seiner Familie ebenfalls ins Rathaus gekommen war. „Ich habe gedacht, dass der Kuchen grüner ist“, meinte er mit Blick auf das an die Wand projizierte Tortendiagramm mit dem Wahlergebnis. Immerhin sei die Wahlentscheidung klar und deutlich ausgefallen, „sodass es keinen Zweifel gibt, was Lenggries will“, sagte Hanus. Es habe sich gezeigt, dass Lenggries „noch nicht soweit ist, neue Wege zu gehen“. Die Wähler hätten sich mehrheitlich an das Motto gehalten „Es ist doch alles gut so, wie es ist“. Er, Hanus, habe einen anderen Grundsatz vertreten, nämlich: „Wir müssen dringend handeln.“ Unter einem Bürgermeister Stefan Klaffenbacher sei nun zu befürchten, dass es zum Beispiel bei den Themen sozialer Wohnungsbau oder Tourismus „nicht so vorwärts geht, wie wir uns das vorgestellt hätten“.

Durchaus zufrieden mit den 25,7 Prozent, die Hanus errang, zeigte sich dagegen der Grünen-Kreissprecher Andreas Wild, der ebenfalls vor Ort war. „Das grüne Pflänzchen in Lenggries wächst weiter“, meinte er.

SPD-Kandidat hat sein Ergebnis aus dem März verdoppelt

Mit sich im Reinen war nach eigenem Bekunden auch SPD-Kandidat Tobias Raphelt am Wahlabend. Mit seinen 16,1 Prozent habe er immerhin sein Wahlergebnis vom März verdoppelt, erklärte er. Ansonsten betrachtete er das Wahlergebnis pragmatisch: „Ich bin froh, dass es keine Stichwahl gibt, weil es jetzt mit der Arbeit in der Gemeinde schnell vorangehen kann.“ Raphelt äußerte sich optimistisch, dass er als Gemeinderat mit Klaffenbacher gut zusammenarbeiten wird. „Wir haben eine gute Kommunikation.“

Etwas überrascht war der SPD-Kandidat allerdings von der Deutlichkeit des Wahlergebnisses. „Die meisten, mit denen ich geredet hatte, haben eine Stichwahl erwartet.“

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