Bestens gerüstet: Ein neues Gastgeberverzeichnis, die Winterpauschalen, ein Jahreskalender und einiges mehr. Tourismus-Leiterin Ursula Grottenthaler hatte bei der Gastgeberversammlung viel zu bieten. Foto: Demmel

Lenggrieser Anbieter sollen künftig auf Internet-Reservierungen setzen

Urlauber wollen online buchen

Lenggries – Es war ein deutliches Ziel, das Tourist-Info-Leiterin Ursula Grottenthaler bei der Gastgeberversammlung in Lenggries nannte: In naher Zukunft sollen es 50 Betriebe sein, deren Angebot online abgerufen und gebucht werden kann.

Ursula Grottenthaler setzt im Tourismus auf die digitale Welt. Waren es 2015 noch zwölf Vermieter, bei denen die Gäste über das Internet ihre Zimmerreservierung vornehmen konnten, erhöhte sich die Zahl in diesem Jahr bereits auf 20. „Im Traum Geld zu verdienen ist dadurch möglich“, ermunterte Grottenthaler noch unschlüssige Gastgeber, ein Online-Angebot bereitzustellen. Schließlich ist ein Zugriff zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich. Grottenthaler versprach den Gastgebern die volle Unterstützung durch die Mitarbeiter der Tourist-Information bei der Umstellung auf die digitale Buchung.

Natürlich muss dem Urlauber Lenggries erst einmal als Ferienort interessant und schmackhaft gemacht werden. 159 Veröffentlichungen im Print- und Onlinebereich hat die Tourist-Info im vergangenen Jahr geschaltet. Der errechnete Medienwert dafür liegt bei zirka 1,8 Millionen Euro. Ein Betrag, der zu einem großen Teil nicht bezahlt werden muss, sondern sich aus TV-Ausstrahlungen sowie Pressereisen errechnet.

So hat beispielsweise ein Zeitungsbericht über das „Löffeln“ in einer amerikanischen Zeitschrift enorme Wogen geschlagen, berichtete Grottenthaler. 92 Prozent der Lenggries-Urlauber kommen freilich aus Deutschland. Den ersten Platz in der Liste der Bundesländer nehmen die Gäste aus Bayern vor Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg ein. Knapp 28 Prozent der bayerischen Gäste, die in das Brauneckdorf kommen, sind Kurzurlauber. Der Trend, nur wenige Tage Erholung zu suchen, nimmt zu. 60 Prozent der Gäste bleiben maximal drei Nächte.

Für die Tourist-Information ist es schwierig, Gäste zu vermitteln, wenn Betriebe erst ab einer Mindestverweildauer von vier Tagen Zimmer zur Verfügung stellen. Grottenthaler: „Und wer erst ab sieben Übernachtungen Buchungen annimmt, verzichtet auf 80 Prozent Umsatz.“ Jetzt hoffe man auf einen guten Winter. 2016 gab es bisher nur einen minimalen Rückgang gegenüber den Übernachtungszahlen aus dem Vorjahr. Wegen fehlendem Schnee war der Auftakt mäßig, doch dann wurde aufgeholt. Im März waren es dann sogar 4000 Übernachtungen mehr als im Jahr noch 2015.

Mit dem „Gast in der digitalen Welt“ beendete Grottenthaler ihren Vortrag. „Die Zeit telefonischer Buchungen oder per Fax neigt sich dem Ende zu. Smartphone und Tablets heißt die Zukunft“, machte die Tourismus-Leiterin noch einmal deutlich. Deshalb ihr gut gemeinter Ratschlag: „Bieten Sie ihren Gästen diese Möglichkeit.“

Von Hans Demmel

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