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Das Projekt „Lenggrieser Berg-Camping“ im Plan: Rund um das Hauptgebäude mit dem Restaurant gruppieren sich sieben Almhütten und 24 Wohnmobil-Stellplätze.

Ferien am Brauneck

Lenggrieser Berg-Campingplatz soll im Juli eröffnen

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24 Stellplätze, neun Ferienzimmer und sieben Almhütten mit Panoramablick aufs Brauneck: Der Lenggrieser Berg-Campingplatz soll im Juli eröffnen. Einen sportlerfreundlichen Wirt muss das Familienunternehmen aber noch finden.

Lenggries – Campen ist in – und wie: Im Jahr 2017 brach die Branche sämtliche Rekorde. Nie zuvor kauften sich in Deutschland so viele Menschen ein Wohnmobil oder einen Caravan. Es ist ein Trend, der seit Jahren anhält. „Wir haben den Markt und die Wachstumsraten beobachtet“, sagt Michaela Probst. Sie spricht für sechs Isarwinkler zwischen 30 und 45 Jahren, die sich beruflich ein zweites Standbein aufbauen wollen. Sie haben das ehemalige Tennishallen-Grundstück am Fuße des Braunecks gekauft und wollen sich ab Juli einen Traum erfüllen: einen kleinen Campingplatz mit Panoramablick.

Es ist ein Familienprojekt: Drei Geschwister und ihre Partner machen für das Konzept „Lenggrieser Berg-Camping“ gemeinsame Sache. „Wir sind als Familienbetrieb erprobt“, sagt Michaela Probst mit Verweis auf das Heizungs- und Sanitärunternehmen in Schlegldorf. Die Sanitäranlagen auf dem Campingplatz sind demnächst geplant. Der Rohbau des Hauptgebäudes steht. Darin sollen nicht nur Toiletten und Duschen für die Camper Platz finden, sondern auch ein Restaurant, Büroräume und neun Ferienzimmer. Richtung Brauneck, also dort, wo aktuell noch zwei Drittel der Tennishalle stehen, werden 24 Stellplätze installiert – für Wohnmobile, Caravans oder Zelte. Außerdem sind sieben Almhütten – auch „Chalets“ genannt – geplant, in denen Familien und Paare Sommer-, aber auch Winterurlaub machen können.

„Ein kleines Dahoam“ sollen die Almhütten sein

Drei Fundamente der Hütten, die rund 40 Quadratmeter Wohnfläche bieten sollen, sind bereits zu sehen. „Ein kleines Dahoam“ wollen Michaela Probst und Co. den Urlaubern bieten – inklusive Stellplatz und Gartenzaun. In den vier Familienchalets gibt es jeweils zwei Doppelzimmer, die drei „Panorama-Hütten“, eher für Pärchen gedacht, sind mit einem größeren Bad und einer Sauna ausgestattet. Ein zusätzliches Plus ist für Probst die Lage im Freizeitareal rund ums Brauneck: „Man kann vom Campingplatz direkt ausrücken und braucht für vieles kein Auto“, sagt sie.

Mountainbiker, Wanderer, aber auch Wintersportler heißen die Zielgruppen. Gern gesehen seien auch Touristen, die auf der Durchreise sind und nur eine Nacht bleiben wollen. Sie können in einem der sechs Zimmer im Hauptgebäude unterkommen und die Gemeinschaftsbäder des Campingplatzes mitnutzen. Ein relativ exklusives Angebot, wie Probst findet: Denn die Ferienwohnungsbetreiber in Lenggries würden Anfragen für nur eine Nacht oft ablehnen.

Restaurant mit 180 Plätzen geplant: Aber wer wird Wirt?

Neben drei größeren Zimmern mit Bad und einem Kinderspielplatz im Innenbereich soll es im Hauptgebäude ein gastronomisches Angebot mit 120 Plätzen innen und 60 im Biergarten geben. Aktuell sucht die Familie nach Wirtsleuten für ein „Restaurant/Sport-Bistro/Café“, wie es im Facebook-Aufruf heißt. „Es muss nicht die 30. bayerische Wirtschaft in Lenggries sein“, sagt Michaela Probst bewusst übertreibend. Etwas „Junges, Sportliches, Frisches“ könne sie sich vorstellen. Genaue Vorgaben wolle man den Gastronomen aber nicht machen. „Sie können ihr eigenes Konzept verwirklichen. Außerdem sind Sportler oft sehr flexibel und brauchen kein Fünf-Gänge-Menü.“ Essen und Trinken soll es aber nicht nur für Campingplatzgäste geben, auch Spaziergänger soll der Wirt nachmittags mit Kaffee und Kuchen versorgen können.

Als Stellplatz für Wohnmobile diente die Fläche vor der Tennishalle bereits in der Vergangenheit. Die Wirtschaft daneben, bekannt unter dem Namen „Lahner Stub’n“, betrieb zuletzt Lisa Hong Niederstrasser, die ihre thailändisch-vietnamesisch-bayerische Küche mittlerweile im Landgasthof „Zum Papyrer“ in Fleck anbietet.

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