Freuen sich über die Unterstützung durch (2.v. li.) Ilse Raeder: (v. li.) Stellvertretender Bereitschaftsleiter Marcus Wasensteiner, Bereitschaftsleiter Florian Siegl (mit Anna) und Bergwacht-Pressesprecherin Lina Feile.
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Freuen sich über die Unterstützung durch (2.v. li.) Ilse Raeder: (v. li.) Stellvertretender Bereitschaftsleiter Marcus Wasensteiner, Bereitschaftsleiter Florian Siegl (mit Anna) und Bergwacht-Pressesprecherin Lina Feile. Das Foto rechts zeigt die Postkarte mit den Stern-Türen

Postkartenverkauf soll bei der Finanzierung helfen

Lenggrieser Bergwacht bekommt Unterstützung für neue Rettungswache

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
    VonVeronika Ahn-Tauchnitz
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Die Bergwacht Lenggries bekommt Unterstützung für den Neubau ihrer Rettungswache durch den Verkauf von Postkarten von Ilse Raeder.

Lenggries – Die Lenggrieser Bergwacht arbeitet nach wie vor hart daran, den Traum vom Bau einer neuen Rettungswache zu verwirklichen. „Es sieht gut aus“, sagt Bereitschaftsleiter Florian Siegl. Man sei gerade dabei, „ein Grundstück zu fixieren“. Mehr möchte Siegl im Moment aber noch nicht verraten, so lange nicht alles in trockenen Tüchern ist. „Wir scharren aber mit den Hufen.“

Weil der Neubau nicht über Kredite finanziert werden darf, sammelt die Rettungsorganisation bereits seit geraumer Zeit Spenden. „Die Spendenbereitschaft ist sehr groß“, freut sich der Bereitschaftsleiter. Auch viele ortsansässige Firmen hätten bereits ihre Unterstützung angeboten, sagt Siegl. „Dennoch fehlt natürlich noch einiges.“ Zumal die Baupreise Jahr für Jahr deutlich nach oben gehen.

Ilse Raeder hat eine Leidenschaft für Stern-Türen

Hilfe, beim Versuch, die Finanzierungslücke etwas kleiner zu machen, bekommt die Bergwacht nun von Ilse Raeder. Viele kennen die Lenggrieserin bislang vor allem durch ihren unermüdlichen Kampf gegen das Springkraut in der Gemeinde. Sie fotografiert aber auch gerne. Eines ihrer bevorzugten Motive: „Ich habe eine Leidenschaft für Stern-Türen“, sagt Raeder. Holztüren mit diesem Muster gebe es seit dem Barock. Im ganzen Isarwinkel hat sie Motive gefunden. Viele Menschen würden diese gar nicht wahrnehmen, bedauert Raeder. Besonders schöne Türen aus Lenggries hat sie nun zu einer Postkarte zusammengestellt. Für einen Euro gibt es sie an verschiedenen Stellen im Ort zu kaufen. Weil die Lenggrieserin die Kosten für den Druck übernommen hat, geht der gesamte Erlös aus dem Verkauf an die Bergwacht.

So sieht die Postkarte mit den Stern-Türen aus.

Die alte Rettungswache ist zu klein

Momentan ist die Rettungsstation der Organisation mitten im Ort untergebracht. Seit rund 40 Jahren befindet sich die Wache am Ende einer einspurigen Stichstraße, die von der Karwendelstraße abzweigt. Die Raumverhältnisse sind seit Langem viel zu beengt. Das Material ist auf verschiedene Standorte verteilt. Auch das Ausrücken über die schmale Zufahrtsstraße mitten im Wohngebiet ist nicht ohne. Eine sinnvolle Erweiterung am derzeitigen Standort ist nicht möglich.

2018 wurden die Pläne für den Neubau einer Rettungsstation zum ersten Mal vorgestellt. Hauptproblem war von Anfang an das fehlende Grundstück. Immer wieder sah es danach aus, als hätte die Bergwacht endlich ein passendes Areal gefunden. Immer wieder zerschlug sich das Ganze. Die Schwierigkeit sei, dass man erst ein Grundstück finden müsse, damit man wisse, wie groß der Baukörper wirklich werden kann. „Ich glaub, wir planen gerade zum vierten Mal“, sagt Siegl.

Hier kann man die Postkarten kaufen:

Erhältlich ist die Sterntüren-Postkarte von Ilse Raeder in folgenden Geschäften und Einrichtungen: Buchhandlung Les(e)bar, Dorfladen, Gemeindebücherei, Grünes Warenhaus, Kräuterhexe, Kur-Apotheke und Platscherer Hof (Telefon 0 80 42/9 72 80 21).

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