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Der jetzige Standort der Bergwacht-Station an der Lenggrieser Karwendelstraße ist nicht ideal. Auch eine Erweiterung erscheint kaum möglich.

Gemeinderat

Lenggrieser Bergwacht braucht neue Rettungsstation

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Die Bergwacht ist immer zur Stelle, wenn jemand Hilfe braucht. Doch nun sind die Lenggrieser Retter selbst auf Unterstützung angewiesen. Sie brauchen dringend einen neuen Standort für ihre Rettungsstation.

Lenggries – Die derzeitige Rettungswache befindet sich nahe der Karwendelstraße. Das Grundstück gehört der Gemeinde. Seit 35 Jahren ist die Bergwacht dort beheimatet. Doch in den vergangenen Jahren sind die Aufgaben der freiwilligen Helfer immer vielfältiger geworden. Auch Spezialeinsatzteams wie die Canyoninggruppe wurden gegründet. Weitere Ausrüstungsgegenstände mussten angeschafft, Fahrzeuge modernisiert und aufgerüstet werden. „Der Platzbedarf ist in den letzten zehn Jahren stark angestiegen und wird sich auch in Zukunft noch erhöhen“, heißt es im Konzept der Bergwacht, mit dem sich der Lenggrieser Gemeinderat am Montagabend befasste. Schon jetzt lagert die Bergwacht ihr Material an drei verschiedenen Standorten. Zudem gibt es für die drei Einsatzfahrzeuge nicht genügend Garagenplätze, weshalb Stellplätze angemietet werden müssen.

Die unübersichtliche Situation auf dem Garagenvorplatz führt dazu, dass eine Gefährd

ung von Fußgängern und spielenden Kindern – der Gehweg verläuft unmittelbar vor den Garagen – nicht ausgeschlossen werden kann. Auch die einspurige Zufahrt zum Grundstück, das mitten in einem Wohngebiet liegt, ist alles andere als ideal. Es bestehe Kollisionsgefahr von an- und ausrückenden Einsatzkräften oder auch Anwohnern, heißt es im Konzept. Zudem müssen die Retter im Ernstfall mit den Einsatzfahrzeugen (samt Blaulicht) durch den Ort fahren, um beispielsweise ans Brauneck zu kommen – auch nachts.

Bergwacht braucht Hilfe bei Suche nach Grundstück

Knapp 900 Quadratmeter stehen der Bergwacht mit ihren 50 Aktiven an der Karwendelstraße zur Verfügung. „Sie bräuchten aber eigentlich gut 2000 Quadratmeter“, erläuterte Bauamtsleiter Anton Bammer. Eine Erweiterung am jetzigen Standort erscheint allerdings kaum möglich und auch nicht sinnvoll. Nachdem der Einsatzschwerpunkt zu zirka 80 Prozent im Bereich des Braunecks liege, wären Grundstücke beispielsweise in Anger oder in Wegscheid interessant. „Nah im Bereich der Hauptverkehrsstraßen, aber möglichst außerhalb von Wohnbebauung“, fasste Bammer zusammen.

Bei der Suche nach einem neuen Standort will die Gemeinde gerne behilflich sein. „Wir wollen uns auch mal zusammensetzen und reden, wie wir weiter vorgehen können“, wandte sich Bürgermeister Werner Weindl auch an die zahlreichen Bergretter unter den Zuhörern. Der Rathauschef nutzte da auch gleich die Gelegenheit, den freiwilligen Helfern Danke zu sagen „für Eure ganze Arbeit“. Und davon hat die Bergwacht eine ganze Menge, angesichts von über 300 Einsätzen pro Jahr.

Ein Beschluss wurde am Montag nicht gefasst. „Es ging uns einfach darum, die Gemeinderäte zu informieren“, sagte Weindl. Mit einem Beschluss hatte Bereitschaftsleiter Christoph Brenninger auch gar nicht gerechnet: „Wir stehen noch am Anfang und hoffen, dass wir gemeinsam mit der Gemeinde ein geeignetes Grundstück finden um dann in die Detailplanung gehen zu können.“ Bei der Suche nach einem Grundstücke werde man die Bergwacht „nach Kräften“ unterstützen, sicherte Bauamtsleiter Bammer zu.

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