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Nur für zwei der drei Einsatzfahrzeuge gibt es momentan Garagenplätze – und die sind eng.

Jetzt geht‘s um Details

Lenggrieser Bergwacht-Neubau: Grundstück gefunden

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Gute Nachrichten von der Lenggrieser Bergwacht: Für den dringend notwendigen Bau der neuen Rettungswache ist ein Grundstück in Anger gefunden. Jetzt muss die Gemeinde verhandeln.

Lenggries – Seit dem Frühjahr war die Bergwacht auf der Suche nach einem passenden Areal für den Neubau der Rettungswache. Das bisherige Gebäude nahe der Karwendelstraße ist zu klein und liegt mitten in einem Wohngebiet. Das führt zu vielerlei Konfliktfeldern. Unterstützung gab es bei der Suche von der Gemeinde. „Wir haben ein paar Rückmeldungen bekommen“, berichtet Bürgermeister Werner Weindl. Einige Flächen seien von der Lage her ungeeignet gewesen. Andere wurden genauer geprüft.

Letztlich war aber nichts dabei, was die Anforderungen erfüllte. Beispielsweise braucht die Bergwacht eine Grundstücksfläche von rund 2200 Quadratmetern, um eine neue Rettungswache samt Verkehrswegen und ausreichenden Parkplätzen für die Einsatzkräfte zu errichten.

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Also machte sich das Bauteam der Bergwacht selbst auf Erkundungstour in der Gemeinde. Ein bevorzugter Standort ist Anger – nahe an der Bundesstraße  13, weil 80 Prozent der Einsätze am Brauneck bewältigt werden. Und genau dort sind die Retter nun auch fündig geworden. Das Areal „liegt am Ortsausgang von Anger, im Gewerbegebiet nördlich der Bretonenbrücke“, berichtet Bergwachtsprecherin Sylvia Frei. „Das Grundstück fiel uns sofort ins Auge“, sagt Florian Siegl vom Bauteam. „Auf Anfrage beim Eigentümer wurde uns die Untersuchung der Machbarkeit gestattet. Mit Erfolg.“ Die Untersuchung habe gezeigt, dass das Vorhaben dort verwirklicht werden könnte. „Wir waren von Anfang an begeistert, da das Grundstück all unsere gestellten Kriterien erfüllt.“

Es gibt aber noch einen nicht unerheblichen Haken: Selbst kaufen kann die Bergwacht das Areal nämlich nicht. Das sei für die ehrenamtlich tätige Organisation einfach nicht zu stemmen, so Frei. Hier setzt man nun auf die Hilfe der Gemeinde. „Wir werden mit dem Grundstückseigentümer reden – gemeinsam mit der Bergwacht“, sagt Rathauschef Weindl. Kauf, Erbpacht, Grundstückstausch – all das wären Optionen, über die man verhandeln könnte.

Auch die Fläche an der Karwendelstraße, auf dem die Rettungswache steht, gehört der Gemeinde. Den Bau hatte die Bergwacht 1978/79 in Eigenleistung errichtet. Für die große Unterstützung aus dem Rathaus „sind wir dankbar“, betont Sepp Bartl aus dem Bauteam. Was der Eigentümer für die Fläche haben wolle, dazu könne man nichts sagen, „da wir uns bei den Verhandlungen über die Grundstücksnutzung völlig raushalten“, so Bartl.

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Wird man sich mit dem Eigentümer einig, geht es an die detaillierte Planung. Erst dann könne man auch Angaben mache, wie viel der Neubau kosten wird. „Wir haben zwar schon eine grobe Hausnummer, aber genaue Zahlen können wir beim jetzigen Planungsstand noch nicht abschließend ermitteln“, erklärt Florian Siegl.

Klar ist aber schon jetzt, dass Eigenmittel und Zuschüsse für das Großprojekt nicht ausreichen werden. Zuletzt war die Bergwacht davon ausgegangen, dass mindestens 500 000 Euro Spenden nötig sein werden, um den Bau zu verwirklichen.

Weitere Infos:

Wer sich persönlich über den Neubau informieren möchte, sollte an diesem Samstag, 8. Dezember, auf dem Lenggrieser Christkindlmarkt vorbeischauen. Am Stand der Bergwacht werden nicht nur Glühwein und Plätzchen verkauft. Am „Infopoint Neubau“ freuen sich die Bergretter darauf, Fragen zu beantworten.

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