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In der Abenddämmerung wurden die beiden Bergwanderer am Samstag am Staffel mit Hilfe des Polizeihubschraubers gerettet.

Drei Einsätze am Samstag

Lenggrieser Bergwacht rettet Wanderer aus Absturzgelände

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Einen arbeitsreichen Samstag hat die Lenggrieser Bergwacht hinter sich: Eine Gleitschirmfliegerin musste aus einem Baum befreit werden, am Hirschberg halfen die Retter  bei einem Lawineneinsatz, und am Staffel mussten zwei Bergwanderer gerettet werden.

Lenggries - Am Samstagvormittag rückten die freiwilligen Helfer der Lenggrieser Bergwacht zunächst zum Brauneck aus. Dort hing eine Gleitschirmpilotin in einem Baum fest. Die Frau war kurz nach dem Start in Richtung Süden in den Ästen hängen geblieben. „Da ein selbstständiger Abstieg höchst gefährlich ist, kam die Lenggrieser Bergwacht um die Frau abzuseilen“, schreibt die Bergwacht. Die Verunglückte wurde unverletzt befreit.

Am Samstagabend mussten die Einsatzkräfte dann an den Staffel in der Jachenau ausrücken. Zwei Bergsteiger hatten sich im Absturzgelände verstiegen. Einer der beiden war leicht verletzt, ein sicherer Abstieg erschien so unmöglich. „Da es bereits zu dämmern begann und das Gelände im Dunkeln noch gefährlicher ist, wurde zur Rettung ein Polizeihubschrauber gerufen“, so die Lenggrieser Bergwacht. Die Zusammenarbeit mit der Oberschleißheimer Hubschrauberstaffel habe hervorragend funktioniert. Zwei Lenggrieser Bergretter wurden schnell an die Einsatzstelle gebracht, um die Wanderer zu sichern. Dann wurden sie mit Gurten ausgestattet und so für die Rettung mit der Winde vorbereitet. „Nach einem kurzen Flug in die Jachenau wurden die zwei Bergsteiger vorsorglich von unserem Bergwacht-Notarzt untersucht.“ Beide konnten danach aber nach Hause.

Unterstützend im Einsatz waren die Lenggrieser und auch die Tölzer Retter am Samstag zudem nach einem Lawinenabgang am Hirschberg im Nachbarlandkreis Miesbach. Der Berg gehört zum Einsatzgebiet der Rottacher Bergretter. Nach dem Lawinenabgang sei zunächst unklar gewesen, ob Menschen verschüttet sind. Bei der Suchaktion waren neben Hundestaffeln auch zwei Hubschrauber im Einsatz. Da diese wegen des Material- und Personentransports möglichst leicht sein müssen und nicht vollbetankt fliegen können, unterstützen die Lenggrieser und Tölzer die Aktion daher mit einem Tankanhänger. Wie sich später herausstellte, wurde bei dem Lawinenunglück glücklicherweise niemand verletzt.

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