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Großbaustelle unterhalb des Schrödelsteins: Hier werden die Fundamente für die neue Sesselbahn betoniert

Bauarbeiten in Lenggries

Brauneck: Baggern für den neuen Sechser-Sessel

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Trotz des langen Winters und einem weitgehend verregneten Mai sind die Bauarbeiten für die neue Schrödelsteinbahn am Brauneck im Zeitplan. In der kommenden Skisaison soll die neue Anlage in Betrieb gehen.

Lenggries – Gleich drei große Baustellen fallen den Wanderern am Brauneck derzeit ins Auge. Die größte tut sich neben dem Panoramaweg von der Brauneckbahn-Bergstation zur „Tölzer Hütte“ auf. Etwa auf halber Strecke ist eine Materialseilbahn aufgebaut. „Das erleichtert uns die Arbeit“, sagt Bergbahn-Geschäftsführer Peter Lorenz. Die Masten überragen die Trasse des ehemaligen Finstermünz-Sessellifts. „So konnten wir die alten Liftstützen abbauen und nach unten bringen“, sagt Lorenz.

Mithilfe der Materialseilbahn haben die Arbeiter inzwischen die Grundplatten betoniert, auf denen später die neuen Stahlstützen montiert werden. Das soll im Juli und August geschehen. „Wir haben die anfänglichen Verzögerungen im Bauzeitenplan aufgeholt und liegen jetzt gut im Rennen“, so der Geschäftsführer. Die Materialseilbahn sei umweltfreundlicher und auch günstiger. So könne man auf den Einsatz von Lastenhubschraubern verzichten. Die Brauneck-Bergbahn baut am Schrödelstein – wie mehrfach berichtet – eine neue Sechser-Sesselbahn. Sie ersetzt den alten Doppelsessellift aus dem Jahr 1976, der seit Beginn von Josef Singhammer betrieben wurde. Der 84-jährige Unternehmer verkaufte die Anlage an die Brauneck- und Wallbergbahnen GmbH. Sie ersetzt den in die Jahre gekommenen Lift durch eine neue Sesselbahn mit Wetterschutzhauben und Sitzheizung.

2400 Skifahrer pro Stunden transportiert die neue Bahn

Elf neue Stützen müssen für die 790 Meter lange Trasse aufgestellt werden. Die 41 Sechser-Sessel werden bis zu 2400 Skifahrer pro Stunde nach oben befördern. „Die Schrödelsteinbahn soll das Nadelöhr zwischen Bayern- und Florihang entlasten“, sagt Lorenz. Dort gab es immer wieder lange Anstehzeiten. „Wir freuen uns schon auf die neue Saison“, hat der Geschäftsführer deshalb schon von vielen Skifahrern gehört.

So schaut die Talstation der neuen Schrödelstein-Sesselbahn aus. Links der Einstieg der Skifahrer

Den Wanderer sind zwei weitere Baustellen am Brauneck aufgefallen. Zum einen wird im Kotalm-Kessel gebaggert und zum anderen am Garlandhang nahe des Speicherteichs. Hier entsteht laut Lorenz eine Bohrung durch den Bergrücken, damit das Wasser für den Ausbau der künstlichen Beschneiung auf die Wegscheider Seite am Hinteren Brauneck fließen kann. Die Grabungen sind noch in vollem Gange. Aber auch hier komme man gut voran. „Eine Baustelle im Gebirge schaut nie schön aus“, räumt Lorenz ein. Aber spätestens wenn der Humus wieder aufgetragen sei und frisches Gras wachse, sei das alles vergessen. Und erst recht, wenn Neuschnee liegt. Die Schrödelsteinbahn soll die neue Winter-Attraktion am Brauneck werden.

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Viele Hütten, schöne Pisten: Ein Portrait des Wintersportgebiets Brauneck gibt es hier.

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