Bürgerversammlung

Lenggrieser Bürger bitten um Tempo-30-Limit im Ortszentrum

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Der Verkehr im Dorf und das Thema Schulwegsicherheit standen im Mittelpunkt der Fragen in der Lenggrieser Bürgerversammlung.

Lenggries - Sabine Gerg und Sabine Mederle fassten in der  Lenggrieser Bürgerversammlung zusammen, was sie aus einem Treffen von Bewohnern aus der Ortsmitte und einigen Ladenbesitzern mitgenommen hatten. Sorge bereiten unter anderem die geplanten neuen Nutzungen in der ehemaligen Post. Dort soll unter anderem ein zweigruppiger Kindergarten entstehen. „50 Kinder und sechs Mitarbeiter bedeuten 56 Autos, die rein- und rausfahren“, sagte Gerg. Der Verkehr werde also weiter zunehmen – in einem Bereich ohne Gehsteige, der aber Schulweg für viele Kinder sei. 

Bei dem Treffen habe man sich daher für ein Tempo-30-Limit im Ortskernausgesprochen, ergänzte Mederle. „Gerade in der Bahnhofstraße wird viel zu schnell gefahren.“ Eine Querungshilfe wie in der Schützenstraße sei ebenfalls wünschenswert. Gebe es ein Tempo-30-Limit, müsse dieses auch kontrolliert werden. „Und zwar nicht nur einmal, sondern öfter – auch abends und nachts“, forderten die Lenggrieserinnen. Beide wiesen darauf hin, dass der Tempo-30-Vorschlag auch Thema im Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept ist, das die Gemeinde aufgestellt hat. Gerg war es zudem wichtig, zu betonen, „dass wir eine allgemeine Lösung finden“. Es gehe nicht darum, Verkehrsprobleme in andere Ortsbereiche zu verlagern.

Forderung: Mehr Tempokontrollen

Bürgermeister Werner Weindl sicherte zu, dass sich die Gemeinde mit den Punkten befassen werde. „Wir können uns auch gerne mal zusammensetzen und das abarbeiten“, sagte er. Über mehr Tempokontrollen könne man reden. Allerdings brauche die Nürnberger Wach- und Schließgesellschaft Flächen, auf denen sie den Blitzer aufstellen könne. „Und hier ist kaum jemand bereit, seine Fläche zur Verfügung zu stellen, weil der dann von den Leuten angegangen wird, dass er das unterstützt“, sagte Weindl.

Generell müsse man sich aber auch selbst einmal hinterfragen, „ob man wirklich jeden Meter fahren muss“. Gerade unter den Kindern, die von ihren Eltern mit dem Auto zur Schule gebracht werden, seien schon einige, „die die paar Meter auch gehen könnten“. Die Mütter, die ihr Kind im Auto haben, seien dann oft auch diejenigen, die am schnellsten an Schulbussen mit eingeschalteter Warnblinklichtanlage vorbeifahren – obwohl in beiden Richtungen lediglich Schrittgeschwindigkeit erlaubt sei. Vielleicht könnte man einen Platz schaffen, an dem die Eltern ihre Kinder gefahrlos aus dem Auto aussteigen lassen können, regten die beiden Mütter an. Dann würden sich vielleicht mehr Eltern an die Bitte halten, eben nicht den Schulberg hinaufzufahren .

Generell müsste im Bereich des Bahnübergangs und der dortigen Straßenkreuzungen mehr kontrolliert werden, lautete die Forderung eines Zuhörers, um den Schulweg sicherer zu machen. „Das ist ein rechtsfreier Raum.“ Weindl will das an die Polizei weiter geben.  

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Rubriklistenbild: © dpa / Bernd Wüstneck

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