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330 000 Euro soll die Sanierung des Lenggrieser Kunstrasens kosten.

Teures Projekt

Lenggrieser Fußballer setzen auf rasche Kunstrasen-Sanierung

Rund 330 000 Euro soll die Sanierung des Lenggrieser Kunstrasen-Platzes kosten. Der LSC-Vorsitzende Wolfgang Schalch appelliert an die Hilfe der Mitglieder. 

Lenggries Die Sanierung des in die Jahre gekommenen Kunstrasen-Platzes, die noch in diesem Jahr über die Bühne gehen soll, stand im Mittelpunkt der Hauptversammlung des Lenggrieser SC. Zur Finanzierung des Großprojekts sagte Bürgermeister Werner Weindl die gemeindliche Unterstützung zu. „Wenn wir etwas in dieser Größenordnung stemmen wollen“, so Vorsitzender Wolfgang Schalch, „ist es wichtig, dass alle zusammenhalten und -helfen.“ Dabei appellierte er an die Hilfsbereitschaft der Mitglieder: „Zur Sanierung werden wir auch wieder einiges an Arbeitsdiensten brauchen.“

Der Rathauschef erinnerte in diesem Zusammenhang an die um sich greifende Kostensteigerungen. Als vor etwa 20 Jahren der Platz mit der Plastikgras-Auflage gebaut worden war, hatte er rund 700 000 Mark gekostet: „Heute sind die geschätzten Sanierungskosten mit rund 330 000 Euro praktisch genauso hoch.“

Sportliches „Seuchenjahr“ bei der ersten Mannschaft

In diesem Zusammenhang plauderte Weindl über das Gespräch, das er kurz zuvor mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann während der Eröffnung der Skibob-Weltmeisterschaft geführt hatte: „Der Minister hat erklärt, dass bereits für heuer die Mittel für die Sportförderung noch erheblich weiter aufgestockt werden.“ Deshalb empfahl er den Lenggrieser Kickern, sich um eine Förderung für dieses Großprojekt zu bemühen: „Das lohnt sich bestimmt. Vor allem, weil zu erwarten ist, dass jetzt die zugesagten Mittel auch schneller fließen werden.“ Weindl schloss seine kurze Rede: „Ich wünsche vor allem der ersten Mannschaft den sportlichen Erfolg.“

Wolfgang Schalch, LSC-Vorsitzender.

Den kann die Truppe in ihrem fünften Bezirksliga-Jahr auch dringend gebrauchen, um die Klasse noch zu erhalten. „Wir schießen halt zu wenige Tor“, gab Spartenleiter Andreas Meyr zu. Dabei sprach er von einem „Seuchenjahr“, in dem immer wieder langwierige Verletzungen von Leistungsträgern das Team aus der Erfolgsspur geworfen hätten.

Nach wie vor „glänzend“ stehe hingegen die Nachwuchsabteilung da, „die größte unter allen Fußballvereinen Oberbayerns“, wie Jugendleiter Stephan Janning referierte. Hier treten über 300 Kinder und Jugendliche in 15 Mannschaften gegen das runde Leder. Dabei werden sie regelmäßig von insgesamt 28 Trainern und Betreuern unterstützt.

Letztlich wurde noch die überarbeitete Vereinssatzung beschlossen. Zudem ließ sich die Vereinsführung die Möglichkeit der Einführung eines zusätzlichen Aktivenbeitrags für die Fußball-Abteilung genehmigen. Schalch erklärte: „Noch ist es nicht so weit. Aber bei Bedarf können wir nun den Aktivenbeitrag bis zu einer Höhe von 40 Euro jährlich erheben.“

Ewald Scheitterer

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