„Ich bin absolut überzeugt von meinem Nachfolger“, sagt Dr. Martin Berger (re.), der am 1. April seine Lenggrieser Hausarztpraxis in die Hände des Internisten Dr. Armin Schenn gibt. 
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„Ich bin absolut überzeugt von meinem Nachfolger“, sagt Dr. Martin Berger (re.), der am 1. April seine Lenggrieser Hausarztpraxis in die Hände des Internisten Dr. Armin Schenn gibt. 

Praxisübergabe 

Fliegender Ärzte-Wechsel in Lenggries 

  • Felicitas Bogner
    vonFelicitas Bogner
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Nach 33 Jahren gibt der Lenggrieser Allgemeinmediziner Dr. Martin Berger seine Hausarzt-Praxis ab. Sein Nachfolger, der Internist Dr. Armin Schenn freut sich die Praxis ab dem 1. April leiten zu können. 

Lenggries – Am Donnerstag drückten sie sich wortwörtlich die Klinke in die Hand. Der langjährige Lenggrieser Hausarzt Dr. Martin Berger übergibt seine Praxis an Dr. Armin Schenn, der bisher der Leiter der Notaufnahme des Starnberger Klinikums war. Ab 1. April ist damit Schenn für den großen Patientenstamm seines Vorgängers zuständig.

Berger selbst hatte am vergangenen Dienstag seinen letzten offiziellen Arbeitstag. „Da bin ich schon mit gemischten Gefühlen raus gegangen“, sagt der Allgemeinmediziner wehmütig im Telefongespräch mit unserer Zeitung. Auf den Tag genau 33 Jahre lang war er für viele aus der Umgebung die erste Anlaufstelle, wenn es um medizinische Fragen, Beschwerden oder Krankheiten ging. „Meine Patienten sind mir im Laufe der Zeit sehr ans Herz gewachsen. Von den meisten kenne ich die ganze Familie“, sagt der 66-Jährige. „Das steckt man dann natürlich nicht so einfach weg.“

Dr. Berger gibt nach 33 Jahren seine Lenggrieser Hausarztpraxis ab 

Eigentlich hatte er vor, noch mindestens zwei bis drei Jahre weiter zu machen. Doch nun ist es anders gekommen. „Ich habe jetzt einen Nachfolger gefunden, von dem ich absolut überzeugt bin“, sagt Dr. Berger. Daher habe er sich für den jetzigen Zeitpunkt entschieden, um seine Praxis in andere Hände zu geben. Auch wenn Berger nicht mehr als Hausarzt in Lenggries tätig sein wird, ist er sich sicher, dass die Kontakte nicht verfliegen. „Ich wohne ja schließlich hier und daran wird sich auch nichts ändern“, versichert er. „Da verliert man sich bestimmt nicht ganz aus den Augen.“

Sein Nachfolger Armin Schenn ist mit dem Praxisteam – welches er komplett übernimmt – und einigen Patienten bereits vertraut. Immerhin hat er schon für Dr. Berger die Urlaubsvertretung gemacht. Auch die Gegend kennt er gut. „Ich wohne seit vielen Jahren im Tölzer Land“, sagt Schenn. Nach 16 Jahren in der Starnberger Klinik, zehn Jahre davon in der Notaufnahme, freut sich der 44-Jährige nun auf die Hausarztpraxis.

Sein Ziel sei es, die Praxis ganz im Stile von Dr. Berger fortzuführen. „In die großen Fußstapfen von Dr. Berger zu treten, bedeutet viel Verantwortung“, huldigt er seinen Vorgänger.

Dr. Schenn war bisher Leiter der Notaufnahme in Starnberg 

Die aktuelle Situation der Corona-Pandemie mache zwar „einige technische und administrative Abwicklungen der Praxisübergabe etwas komplizierter“, aber sie hindere Schenn nicht daran, wie geplant ab Anfang April für seine neuen Patienten da zu sein. „Auch an der Telefonnummer und an den Sprechzeiten wird sich nichts ändern“, versichert der neue Hausarzt.

Die aktuelle Krise macht eher einen Strich durch eine Rechnung von Dr. Berger. „Ich hatte eigentlich vor gehabt, ab jetzt viel mehr zu reisen. Doch daraus wird momentan erst mal nichts.“

Und trotz Praxisabgabe kann Berger das Arbeiten und Helfen noch nicht ganz sein lassen. „Ich werde ab jetzt Urlaubs- und Krankheitsvertretung für andere Ärzte machen“, sagt er. Im April wird er bereits in einer Münchner Praxis einspringen.

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