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Da war die Welt noch in Ordnung: Annette Arnold mit Mischlingshündin Heidi zuhause in Lenggries. 

Besitzerin will andere warnen

Lenggrieser Hündin Heidi gestohlen: „Sie fehlt jeden Tag“

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Einer Lenggrieserin wurde die Hündin gestohlen. Sie hat einen älteren Mann in Verdacht.

Lenggries – Sieben Monate ist es her, dass Mischlingshündin Heidi in Lenggries verschwunden ist. „Sie fehlt jeden Tag“, sagt Frauchen Annette Arnold. Doch das ist nicht der Grund, warum sie jetzt mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit geht. Die 68-Jährige will andere Hundebesitzer warnen. Sie ist sich sicher: Ein Dieb hat ihre Heidi gestohlen.

Zweimal wurde das Tier in den ersten Wochen nach seinem Verschwinden nämlich noch in Lenggries gesehen. Beide Male an der Seite eines älteren Herrn. „Eine ahnungslose Passantin ist einmal sogar ein Stück mit ihm gegangen und hat ,sein‘ Hündchen bewundert“, erfuhr Arnold von einem Bekannten. „Er hat ihr erzählt, wie sie heißt und dass er sie nur spazieren führt.“

Vor diesem Hintergrund geht Arnold davon aus, dass der Unbekannte sie und ihren Hund vor der Tat gezielt beobachtet hatte. Woher sonst hätte er wissen sollen, wie der Name des Tiers lautet? Und dass Heidi oft außerhalb des heimischen Gartens frei mit anderen Hunden spielen durfte. Dieses Wissen nutzte der Mann offenbar aus und schlug am Vormittag des 1. Januar zu. Als Heidi nicht wie sonst von alleine nach Hause getrottet kam, rief Arnold immer wieder den Namen der Hündin – bis ihr klar wurde: Heidi kommt nicht.

Seitdem sucht sie „auf allen Kanälen“ nach ihrem Hund, der ursprünglich aus Spanien stammt und bei ihr erst im vergangenen Jahr endlich ein sicheres Zuhause fand. Vor allem in den sozialen Netzwerken und auf speziellen Such-Foren im Internet bekommt die Tierschützerin viel Zuspruch. Auf diesem Weg erfuhr sie, dass zurzeit wohl in ganz Deutschland sehr viele Hunde gestohlen werden. Vor allem Rassetiere seien begehrt, wegen des hohen Wiederverkaufswerts. Da es sich bei Heidi „nur“ um einen Mischling handelt, geht Arnold davon aus, dass sie dem Unbekannten einfach gut gefiel.

Um anderen ein ähnliches Schicksal wie Heidi zu ersparen, spricht die 68-Jährige inzwischen gezielt Hundebesitzer an und warnt sie zum Beispiel davor, ihre Lieblinge, vor einem Supermarkt unbeaufsichtigt zurück zu lassen. Die meisten nehmen ihre Warnungen vor Hundedieben aber nicht ernst. „Ich selbst konnte mir ja auch nicht vorstellen, dass es so etwas gibt.“ Nach vielen Gesprächen mit dem TASSO-Haustierzentralregister und dem Münchner Tierheim weiß sie aber: Es handelt sich um eine reale Gefahr.

Im Landkreis sind Hunde-Diebstähle trotzdem die Ausnahme, sagt der Tölzer Polizeichef Bernhard Gigl. Vielleicht werden viele davon aber auch nicht zur Anzeige gebracht. Die meisten Betroffene könnten nicht mit Sicherheit sagen, ob ihr Tier gestohlen worden ist oder Reißaus genommen hat.

Arnold ist sich diesbezüglich zwar sicher. Die Polizei hat sie trotzdem nicht eingeschaltet. „Ich möchte lieber mit anderen Tierschützern nach Heidi suchen.“ Die Hoffnung, ihren Liebling wieder in die Arme zu schließen, hat die Lenggrieserin nämlich nicht aufgegeben.

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