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Hat das ehemalige MKM-Gebäude gekauft: Petra Waldherr-Merk baut die Liegenschaft in Fleck derzeit um. Entstehen werden dort Büroräume. 

Hier entstehen Büros

Lenggrieser Immobilie verkauft: Aus MKM wird der „Lichthof“

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Das ehemalige MKM-Firmengebäude in Fleck stand einige Zeit leer. Jetzt zieht neues Leben ein: Unternehmerin Petra Waldherr-Merk hat die Liegenschaft gekauft. Derzeit wird saniert.

Lenggries – Das Firmengebäude ist nicht zu übersehen, schließlich liegt es in Fleck direkt an der viel befahrenen Durchgangsstraße. Genutzt wurde es früher von der Firma MKM. Das Unternehmen bot als Dienstleister unter anderem Marketing und Marktforschung für die pharmazeutische Industrie an. Zuletzt stand das Gebäude aber eine ganze Weile leer. Die Erbengemeinschaft suchte seit Längerem einen Käufer – und weckte Interesse bei Hirschkuss-Chefin Petra Waldherr-Merk. „Ich hatte bereits Anfang des vergangenen Jahres ein Angebot abgegeben, dann aber nichts mehr gehört und auch nicht mehr gedacht, dass ich noch den Zuschlag bekomme“, schildert sie.

Bekam Waldherr-Merk aber schließlich doch. „Im Spätherbst war der Notartermin, und seit 8. Dezember gehört die Immobilie mir.“ Es sei ein durchaus „imposanter Bau“, ergänzt die Unternehmerin, „an einem wirklich

schönen Fleck.“ Im Januar begannen die Sanierungsarbeiten an den beiden Gebäuden, die zu dem Komplex gehören. Die Substanz sei gut, aber eben in die Jahre gekommen. Neu gemacht werden müssten die Böden oder auch die Sanitäranlagen.

Ganz erstaunlich seien die Sicherheitseinrichtungen in dem Gebäude. „Eigentlich ist das ein Hochsicherheitstrakt.“ Das beginnt mit gesicherten Tresorräumen und noch besser gesicherten Tresoren, reicht über Codeschlösser an jeder Tür bis hin zu einer Alarmanlage, die beim Auslösen das Gebäude hermetisch verriegelt und sogar die Wasserversorgung unterbricht. „Da bekommen Sie von innen auch kein Fenster mehr auf“, sagt Waldherr-Merk. Das sei wohl aus den Zeiten übrig geblieben, als das Unternehmen im Pharmabereich tätig war, vermutet sie. Glücklicherweise sei ihr Sohn IT-Systemelektroniker und habe die Sicherheitstechnik etwas entschärfen können. „Die hätte mich nämlich fast davon abgehalten, das Gebäude zu kaufen.“

Als sie mit den Sanierungen begann, begannen auch die Spekulationen, was aus dem Gebäude werden soll. „Viele fragen mich, ob wir mit Hirschkuss dort hinziehen.“ Das sei aber nicht geplant. Die erst vor wenigen Jahren neu gebaute Produktionsstätte in Gaißach sei vollkommen ausreichend, sagt Waldherr-Merk.

Entstehen sollen in Fleck auf über 1000 Quadratmetern Büroräume in unterschiedlichen Größen. Zudem gibt es in einem Gebäude zwei größere Seminarräume. Vom Steuerberater über Anwälte bis hin zu Werbeagenturen seien alle Mieter denkbar. Entgegen kommt den künftigen Nutzern hier übrigens der Weitblick des Vorbesitzers. Der hatte seinerzeit auf eigene Kosten ein Glasfaserkabel bis ins Gebäude legen lassen. Daher ist schnelles Internet dort kein Problem. Und weil das Haus so einen schönen Blick aufs Wasser hat und sonnendurchflutet ist, bekommt es auch einen neuen Namen. Statt MKM-Gebäude soll es laut Waldherr-Merk künftig „Lichthof“ heißen.

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