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Seit Herbst 2014 lebten Asylbewerber in der ehemaligen Unteroffiziersunterkunft in Lenggries.

Landkreis beendet Belegung

Lenggrieser Kaserne: Asylbewerber ziehen aus

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Die Belegung war seinerzeit ein Politikum, jetzt ist sie beendet: Das Landratsamt bereitet  derzeit den Auszug von 21 Asylbewerbern aus der ehemaligen Lenggrieser Kaserne vor.

Wie angekündigt beendet der Landkreis laut Pressesprecherin Marlis Peischer  damit die Nutzung des Gebäudes als dezentrale Unterkunft. Am Montagabend wurden sowohl die Asylbewerber als auch der Helferkreis darüber informiert. Bis Ende Februar soll alles soweit vorbereitet sein, dass der Umzug über die Bühne gehen kann. 

Die Menschen, die größtenteils aus Eritrea stammen, werden in die Container-Unterkunft an der Geiersteinstraße umziehen beziehungsweise in Wohnungen, die aktuell leer stehen.

 Der Landkreis hatte das Kasernengebäude im Herbst 2014 belegt – und nach Ansicht der Gemeinde so ihren Planungswillen unterwandert, dort ein Gewerbegebiet auszuweisen. Von einem „feindlichen Akt“ war die Rede, während das Landratsamt damit argumentierte, dass es hier nur um die Wiederaufnahme der ehemaligen Nutzung gehe. Schließlich hatten vormals in dem Gebäude Soldaten gewohnt. Geklärt wurde das Ganze am Ende vor dem Verwaltungsgericht. Das lehnte den Eilantrag der Gemeinde im Januar 2015 zwar ab, allerdings nur, weil die Gemeinde den Falschen verklagt hatte. 

Es gab aber einen wesentlichen Hinweis: Das Gericht war nämlich sehr wohl der Meinung, dass es sich bei der Unterbringung um eine genehmigungspflichtige Nutzungsänderung handelt. Das heißt: Der Landkreis hätte vor dem Einzug der ersten Familie einen formellen Antrag stellen und von der Gemeinde genehmigen lassen müssen. 

Das war nicht erfolgt – und ist es bis heute nicht. „Jetzt wird ein dreieinhalbjähriger Rechtsbruch beendet“, kommentiert Bürgermeister Werner Weindl nun den angekündigten Auszug der Asylbewerber. Zudem hätten freiwillige Helfer immer wieder über den Zustand der Räume in der ehemaligen Kaserne  geklagt und unter anderem von Schimmelbildung berichtet. Der Auszug, so der Rathauschef weiter, sei „ein konsequenter Schritt“.

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