Stolze 900 Kilogramm bringt „Zitta“ auf die Waage. Dank ihres imposanten Erscheinungsbilds und ihrem schönen Euter wurde sie „Reserve-Champion“.

Lenggrieser Kühe mit preisgekrönten Eutern

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Lenggries/München - Bei der Landestierschau in München werden alle vier Jahre die besten und schönsten Rindviecher Bayerns prämiert. Zwei der ausgezeichneten Kühe sind in Lenggries auf dem Hof von Johann Rauchenberger daheim.

Es sind nicht nur ihre Euter: „Enzian“ (2) ist auch dank ihrer schneeweißen Farbe und ihrer Milchleistung absolut preisverdächtig. „Ich wusste von Anfang an, dass sie eine echte Ausnahme-Kuh ist“, sagt ihr Besitzer Johann Rauchenberger stolz. Der Lenggrieser Landwirt hat Recht behalten: Nachdem „Enzian“ bereits im Mai beim „Kuhfeuerwerk“ – eine Tierschau im Allgäu – mit dem Titel „Euter-Champion“ ausgezeichnet worden ist, wurde sie nun bei der Bayerischen Landestierschau in München zur zweitschönsten Jungkuh Bayerns gekrönt.

„Das geht schon unter die Haut“, sagt Rauchenberger, der noch bis einschließlich Sonntag beim Zentralen Landwirtschaftsfest (ZLF) in München vertreten ist. Im Rahmen des ZLF fand am Montag die Landestierschau statt, die Rauchenberger zufolge nichts anders als ein Schönheitswettbewerb für Rindviecher ist. Bewertet werden die unterschiedlichsten Rassen in vielen verschiedenen Kategorien. Zu den Kriterien gehört neben dem äußeren Erscheinungsbild zum Beispiel die Tauglichkeit der Euter für Melkmaschinen.

Johann Rauchenberger mit "Enzian", der zweitschönsten Jungkuh Bayerns.

In dieser Kategorie konnte auch „Zitta“ (5) punkten, Rauchenbergers zweite preisgekrönte Kuh. Der 900 Kilo-Koloss hat knapp den Titel des „Bayernchampions“ verpasst, darf sich nun aber zumindest „Reserve-Champion“ nennen. Außerdem wurde „Zitta“ Klassensiegerin bei den „Drittkalbkühen“, jenen Tieren also, die bereits drei Kälber zur Welt gebracht haben.

Der Trubel um ihre Euter konnte keines der beiden Tiere aus der Ruhe bringen. Lediglich der Dauerregen zu Beginn der Woche war laut Rauchenberger ein Problem, nicht nur bei der Landestierschau am Montag, sondern auch beim täglichen Schaulaufen im Rahmen des Zentralen Landwirtschaftsfestes. „Die Verhältnisse waren katastrophal“, sagt Rauchenberger mit Blick auf den schlammigen Untergrund im „Großen Ring“. Umso liebevoller kümmerte sich Rauchenberger um seine beiden Damen und wusch sie jeden Morgen mit Seife ab. Außerdem hat er beide Kühe im Vorfeld der Veranstaltung geschoren, damit sie immer „edel und fein“ aussehen. Das hat geklappt: „Vor allem auf ,Enzian‘ bin ich immer wieder wegen ihrer Farbe angesprochen worden.“ Denn die Kuh ist bis auf ein paar Flecken an Kopf und Hals schneeweiß, daher auch ihr Name. Auch wenn sie am Ende „nur“ auf Platz zwei gelandet ist: „Beim Landwirtschaftsfest war sie ein echter Blickfang.“

Insgesamt war der Zuchtverband Miesbach, dem auch Rauchenberger angehört, mit vier Tieren bei der Landestierschau vertreten. Sie alle erreichten gute Platzierungen. So etwa „Hamburg“, eine Kuh aus Miesbach. Ein Platz ganz an der Spitze wurde ihr laut Pressemitteilung nur wegen des schon „etwas altmelkenden Euters“ verweigert.

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