Lenggrieser Mehrzweckhalle: Das Dach „schaut schlimm aus“

Lenggries - Das Dach der Lenggrieser Mehrzweckhalle ist in keinem optimalen Zustand. „Es ist in die Jahre gekommen“, sagte Martin Sappl vom Technischen Bauamt in der jüngsten Sitzung des Lenggrieser Gemeinderats. Jetzt muss saniert werden.

Das Blechdach weist bereits einige schadhafte Bereiche auf, an verschiedenen Stellen wurde es schon provisorisch geflickt. Auch einige Fälze seien aufgegangen. „Es schaut schlimm aus“, fasste Sappl zusammen.

Dass ein Blechdach schon nach 25 Jahren kaputt sei, „ist natürlich nicht im Sinne des Erfinders“, merkte Bürgermeister Werner Weindl an. Für die Gemeinde ist das Ärgernis allerdings nicht neu: Bereits 2005 musste das gerade einmal 14 Jahre alte Dach der benachbarten „Isarwelle“ saniert werden. Allerdings waren dort die Schäden weitaus größer. Unter anderem hatten mangelhaft eingebaute Dampfsperren dafür gesorgt, dass sich die Feuchtigkeit aus dem Bad in der Dachunterkonstruktion und Isolierung festsetzen konnte. „Eigentlich wurde das Dach nur noch vom Blech zusammengehalten“, erinnerte Weindl in der Sitzung.

Rund 350 000 Euro musste die Gemeinde seinerzeit investieren. Dazu kamen Einnahmeausfälle während der dreimonatigen Zwangspause. 175 000 Euro holte sich die Kommune später in einem außergerichtlichen Vergleich von den verantwortlichen Baufirmen wieder.

Vorsichtshalber hat man auch jetzt schon mal einen Blick auf die Dach-Tragkonstruktion der Mehrzweckhalle geworfen. „Da fehlt sich aber nichts. Die ist in Ordnung“, sagte Weindl. „Aber wir wollen noch die Schalung anschauen.“

Das neue Dach soll aus „Uginox“, einem verzinkten Edelstahl, bestehen. Die Gemeinderatsmitglieder stimmten der Ausschreibung der Arbeiten zu. Im Haushalt sind für die Sanierung rund 100 000 Euro eingeplant.  va

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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