Lenggrieser Mittagsbetreuung

Wohlfühlen im Bungalow

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Lenggries - Helle Räume mit viel Platz und vielen Spielsachen: Die Lenggrieser Mittagsbetreuung startet mit ihren hergerichteten Containern ins neue Schuljahr. Die Nachfrage ist groß.

 Das Wort Container versucht der Förderverein der Schulen im Isarwinkel zu vermeiden. „Wir sagen lieber Bungalow, suchen aber noch nach einem passenden, kindgerechten Begriff“, sagt Rita Weinhuber. Sie ist eine von 16 Betreuerinnen, die abwechselnd nach der Schule mit den Mädchen und Buben spielt, isst und Hausaufgaben macht. Ob Container oder Bungalow, die Kinder fühlen sich wohl in den neu hergerichteten Räumen der Mittagsbetreuung.

Hier startet der Förderverein ins neue Schuljahr. Er konnte das Gebäude zwischen Pfarrheim und Mittelschule nach den Osterferien beziehen und hat sich mittlerweile komplett eingerichtet. Sogar das Gras davor ist schon zu einer dichten Wiese gewachsen, sodass die Kinder bald darauf herumtoben können. Am Dienstag wurde die Einrichtung den Eltern der frischgebackenen Erstklässler vorgestellt.

Wie berichtet musste die Mittagsbetreuung aus der ehemaligen Hausmeisterwohnung im Schulhaus ausziehen. „Das ist einfach zu klein geworden“, sagt Heidi Kiefersauer, Geschäftsleiterin der Gemeinde. Der Bedarf stieg immer weiter. Inzwischen sind über 90 Kinder angemeldet, die an wechselnden Tagen nach der Schule in die Mittagsbetreuung kommen. „Zur Stoßzeit haben wir etwa 40 Kinder“, sagt Weinhuber.

Für die ist nun reichlich Platz. Die Gemeinde hat vier Containermodule aus Icking gekauft und für insgesamt 150 000 Euro hergerichtet. Ein neues Dach, Installation, Elektrik und eine besondere Trittschalldämmung waren nötig. Außerdem haben Bauhof, Eltern und Förderverein zusammengeholfen, damit die kargen Klassenräume freundlicher werden.

Eltern können die Mittags- und Hausaufgabenbetreuung flexibel buchen. Die Anmeldung für einzelne Tage, Stunden oder im Notfall ist kurzfristig möglich. „Bei der Elternbefragung wurde das explizit gelobt“, sagt Kiefersauer. Für dieses Konzept sind die Räume ausgelegt.

Es gibt ein Hauptzimmer, in dem die Kinder mit ihren Ranzen ankommen und in dem der Geburtstagskalender an der Wand hängt. Es gibt Gesellschaftsspiele, einen Autoteppich und Bücher. Hier werden nach 14 Uhr auch Hausaufgaben gemacht. Im Raum nebenan können die Kinder Lego spielen oder kickern. Im Stockwerk darüber gibt es das Esszimmer und einen weiteren Raum, in den die Betreuerinnen ausweichen können, wenn viele Kinder da sind, oder in dem sich auch mal jemand auf der Couch ausruhen kann.

„Es ist immer was los, und jedes Kind findet seinen Platz, wo es etwas machen möchte“, sagt Weinhuber. Viele wollen sich draußen austoben oder einfach mit Freunden spielen. „Es ist ein bisschen wie Kindergeburtstag nur ohne Gummibärchen.“

Tag der offenen Tür: Wer Interesse an der Mittagsbetreuung hat, kann am Tag der offenen Tür vorbeischauen. Er ist geplant am Samstag, 24. September, von 14 bis 17 Uhr.

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