+
Das Lenggrieser Kreispflegeheim muss durch einen Neubau ersetzt werden. Noch ist unklar, wer baut und wer das Heim künftig betreibt.

Nach dem Nein aus Bad Tölz

Lenggrieser Pflegeheim: „Heuer muss eine Lösung gefunden werden“

  • schließen

Lenggries und Bad Tölz werden in Sachen Pflegeheim nicht gemeinsame Sache machen. Nun muss für Lenggries eine neue Lösung her - und das möglichst bald.

Lenggries – Der Lenggrieser Bürgermeister Werner Weindl reagierte am Mittwoch mit Bedauern auf den Beschluss des Tölzer Stadtrats  in Sachen Pflegeheim. „Natürlich muss man das akzeptieren und respektieren. Aber ich habe schon gedacht, dass das eine Chance gewesen wäre, zwei Häuser wirtschaftlicher zu betreiben“, sagt er auf Anfrage. Weindl verweist auch darauf, dass es der Tölzer Bürgermeister Josef Janker gewesen sei, der vor über einem Jahr mit der Idee, die beiden Pflegeheime unter einem Dach zu betreiben, auf die Gemeinde Lenggries zugekommen sei.

Für Weindl ist es jetzt wichtig, nach vorne zu schauen. Schon im Vorfeld der Stadtratsberatung hatte der Gemeinderat die Lenggrieser Verwaltung beauftragt, Alternativen zu suchen. Diese können von einer kompletten Privatisierung bei Bau und Betrieb des Pflegeheims bis hin zu einer kommunalen Trägerschaft reichen. Auch der Landkreis, der das Heim an der Karwendelstraße seit rund 40 Jahren betreibt, könnte nach wie vor Teil einer Lösung sein. Schließlich sieht der Kreistagsbeschluss aus dem Jahr 2016 vor, dass sich der Kreis durchaus an Bau und Betrieb beteiligen kann, beides allerdings nicht alleine machen soll. Auf der Basis dieses Beschlusses werde man nun die weiteren Gespräche mit der Gemeinde Lenggries vorbereiten, sagt Landrat Josef Niedermaier. Da diese die Grundstückseigentümerin sei, müsse man sich mit ihr über das weitere Vorgehen verständigen. Und zum Votum des Stadtrats sagt Niedermaier: „Es ist gut, dass nun eine Entscheidung getroffen ist, damit nun weiter an der künftigen Ausrichtung des Kreispflegeheims gearbeitet werden kann.“

Weindl ist dabei vor allem eines wichtig: „Wir müssen vorwärtskommen.“ Zu viel Zeit sei schon vertan worden: Bis beispielsweise alle Teile des vom Landkreis in Auftrag gegebenen Gutachtens zur Kooperation mit Tölz vorlagen, sei über ein Jahr vergangen. „Aus unserer Sicht muss heuer eine Lösung gefunden werden“, sagt der Bürgermeister. Das sei wichtig für die Mitarbeiter und Bewohner. „Und wir werden diese Lösung auch finden.“

Momentan bietet das Lenggrieser Haus 57 Betten in Einzel- und Doppelzimmern. Wie in Tölz ist auch hier das Gebäude in die Jahre gekommen. Eine Sanierung des Altbaus erscheint nicht zweckmäßig, daher soll auf dem gemeindeeigenen Grundstück neu gebaut werden. Angepeilt werden rund 100 Betten. Die Kosten für den Neubau werden auf rund zehn bis zwölf Millionen Euro geschätzt.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Gleitschirmflieger aus Penzberg stürzt am Blomberg ab - schwer verletzt
Der Penzberger (56) ist laut Polizei ein durchaus erfahrener Flieger. Trotzdem streifte sein Schirm den Windsack am Startplatz - mit fatalen Folgen.
Gleitschirmflieger aus Penzberg stürzt am Blomberg ab - schwer verletzt
Mann klaut Rucksack voll Zigaretten, läuft weg - und geht dann nochmal zurück
Der Mann ist mehrfach vorbestraft. Das hielt ihn aber nicht davon ab, einen ganzen Rucksack voll Zigaretten im Tölzer Kaufland zu stehlen. Und dann ging er nochmal …
Mann klaut Rucksack voll Zigaretten, läuft weg - und geht dann nochmal zurück
Tipps gegen Langeweile: Das ist los am Montagabend
Tipps gegen Langeweile: Das ist los am Montagabend

Kommentare