Brand an der Wiesn breitet sich aus - Spezialisten vor Ort

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So sah der Gastraum aus, als die Gemeinde das ehemalige Hotel 2013 kaufte. Zuletzt war die Wirtschaft an einen Griechen verpachtet. Über zehn Jahre wurde der Raum aber nicht mehr genutzt.  

Interessenten gesucht

Lenggrieser „Post“: Wer will Wirt werden?

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Die Gemeinde Lenggries saniert das ehemalige Hotel Post an der Marktstraße. Jetzt wird ein Wirt gesucht.

Lenggries – Noch heuer sollen die Umbauarbeiten im ehemaligen Post-Hotel an der Lenggrieser Marktstraße beginnen (wir berichteten). Während die Gemeinde in den oberen Stockwerken einen Mehrzwecksaal, Büros, Praxen und zwei Wohnungen einrichten möchte, soll im Erdgeschoss wieder eine Wirtschaft eröffnen. Über ein Interessensbekundungs-Verfahren wird nun nach potenziellen Pächtern gesucht. Bauamtsleiter Anton Bammer stellte das Verfahren in der jüngsten Gemeinderatssitzung vor.

Zwar soll die Sanierung des Gebäudes erst 2020 abgeschlossen werden, für Bürgermeister Werner Weindl (CSU) ist es aber wichtig, den möglichen Pächter bereits jetzt zu finden, „damit er seine Vorstellungen in die Planungen miteinbringen kann“, sagte er in der Sitzung. Das ist durchaus sinnvoll, schließlich beschloss der Gemeinderat in derselben Sitzung, dass sich der Pächter selbst um Einrichtung und Ausstattung der Gastronomie zu kümmern hat. Das senkt die millionenteuren Sanierungskosten für die Kommune. Im Gegenzug strebt die Gemeinde ein langfristiges Pachtverhältnis an.

„Das ist eine Supersache, dass man den Pächter frühzeitig mit einbezieht“, waren sich Markus Landthaler (FWG) und Bernhard Simon (CSU) einig. Landthaler wollte allerdings noch wissen, ob sich die Gemeinde im Vorfeld noch festlegen müsse, ob sie nun die kleinere oder die größere Variante für die Gastronomie bevorzuge. „Wir würden das offenlassen“, sagte Weindl, „und schauen, was der Pächter möchte. Je nachdem, wie uns das Konzept gefällt, wären wir da flexibel.“

96 Sitzplätze und ein großer Biergarten

Momentan wird eine Wirtschaft mit 96 Sitzplätzen angeboten. Bei Bedarf wäre eine Erweiterung um einen zusätzlichen Raum möglich. Dazu kommt auf jeden Fall noch der große Biergarten im Süden. Der Betrieb der Wirtschaft soll nach Wunsch er Gemeinde ganzjährig und ganztägig erfolgen. Im April bietet sie zwei Besichtigungstermine an, an denen die Liegenschaft unter die Lupe genommen werden kann. Flankierend schaltet sie Anzeigen und schreibt Brauereien an. Bis 15. Mai können dann die Bewerbungsunterlagen eingereicht werden. Gewünscht werden „ein stimmiges Konzept“ und „Erfahrungen in der Gastronomie ähnlicher Größenordnung“. Zudem soll aufgezeigt werden, wie die nötigen Investitionen gestemmt werden können. Wie hoch die denn seien, wollte Peter Gascha (FWG) wissen. Man gehe von rund 300 000 Euro aus, antwortete Weindl.

Gascha wollte außerdem wissen, ob der künftige Pächter auch die Bewirtung im Saal übernehmen werde – beispielsweise bei Ausstellungen oder anderen Veranstaltungen. Hier ist Weindl vorsichtig. „Wir wollen beim Saal keine Konkurrenz zum Alpenfestsaal aufbauen.“ In der „Post“ gehe es in erster Linie um Gemeinderatssitzungen und Veranstaltungen ohne Bewirtung. „Auch, weil wir die Zuschussproblematik bedenken müssen“, wandte FWG-Fraktionschef Günter Haubner ein. Eine gastronomische Nutzung könnte die in Aussicht gestellten Städtebaufördermittel gefährden.

Auch Büromieter sollen eingebunden werden

Frühzeitig in die Ausbauplanung miteinbezogen werden sollen übrigens nicht nur der künftige Wirt, sondern auch die Nutzer der Büros und Praxen im zweiten Obergeschoss. „Wir haben potenzielle Interessenten, mit denen wir Gespräche führen wollen, damit sie bei der Gestaltung mitreden können“, sagte der Bürgermeister.

Gegen die Stimme von Stephan Bammer (FWG) wurde der Entwurf des Interessensbekundungsverfahrens gebilligt. 

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