Brexit-Wahnsinn geht weiter: Zustimmung für Johnson, dann folgt der nächste Rückschlag

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Die Tage des Lenggrieser Spielzeugladens sind gezählt. Horst Oldenburg mit seinen Mitarbeiterinnen (ab. 2. v. li.) Christine Bosch, Michaela Engemann und Margita Peter.

Grund sind sinkende Umsatzzahlen

Lenggrieser Spielzeugladen sperrt zum Jahresende zu

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Darüber werden nicht nur die kleinen Kunden traurig sein: Der Lenggrieser Spielzeugladen schließt zum Jahresende. Sinkende Umsatzzahlen zwingen Inhaber Horst Oldenburg zur Geschäftsaufgabe. Er selbst und drei Mitarbeiterinnen verlieren damit ihren Arbeitsplatz.

Lenggries – „Wir haben es uns nicht leicht gemacht“, sagt Oldenburg. Aber vor zwei Wochen habe der Familienrat beschlossen: Jetzt ist Schluss. Der Spielzeugladen in dem traditionsreichen Lenggrieser Geschäftshaus an der Marktstraße 1 schließt am 31. Dezember.

Der Abwärtstrend habe sich in den vergangenen zwei Jahren abgezeichnet. „Eigentlich hätten wir schon 2017 zusperren müssen“, sagt der Geschäftsführer. Doch nach Rücksprache mit der Hausbank und der Fachhandelsorganisation waren er und seine Frau überzeugt: „Wir warten noch mal ab.“ Es gab dann mal wieder eine leichte Aufwärtskurve, doch insgesamt sei der Verkauf rückläufig. „Wenn die Umsatzzahlen nicht stimmen“, dann führe kein Weg an der Schließung des Ladens vorbei. Ausschlaggebend waren letztlich die Zahlen des dritten Quartals.

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Sein Unternehmen sei eben nicht mehr wirtschaftlich, sagt Oldenburg. „Das klassische Spielwarengeschäft ist out“, so der 52-jährige Geschäftsmann. Ein Großteil werde mittlerweile über den Online-Versand umgesetzt. Hinzu komme, dass auch der Großhandel vermehrt Spielwaren anbiete. „Der Kuchen wird unter immer mehr Anbietern aufgeteilt“, sagt Oldenburg. Das traditionelle Fachgeschäft mit gleichbleibenden Fixkosten bleibe dabei auf der Strecke. Deshalb habe auch seine Familie einsehen müssen: „Das lässt sich so nicht mehr stemmen.“

Oldenburg hatte das Geschäft im Sommer 2013 von der Vorbesitzerin „Gitti“ Peter übernommen. Zum Geschäftsfeld zählen neben Spielartikeln auch eine Lotto-Annahmestelle sowie Zeitungen, Zeitschriften und Tabakwaren. Zudem ist das Geschäft auch Partner für den Hermes-Paketdienst.

Bereits in der kommenden Woche startet der Räumungsverkauf. Ab Donnerstag, 25. Oktober, wird das Sortiment zu Sonderpreisen verkauft. Welche Nachfolgenutzung für das Ladengeschäft mit 160 Quadratmeter Verkaufsfläche in Frage kommen kann, ist offen. „Wir haben den Hausbesitzer umgehend informiert“, sagt Oldenburg.

Für ihn und seine Mitarbeiter ist jedenfalls in gut zwei Monaten Schluss. Ende Dezember schließt der Spielzeugladen seine Pforten für immer. 

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