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Hochzeits-Fotoshooting im Freiburger Eisstadion: Obwohl sie Fans unterschiedlicher Vereine sind, verbindet die Lenggrieserin Andrea Sausner und ihren Mann Bastian die gemeinsame Leidenschaft Eishockey.

Träume erfüllt

Lenggrieserin feiert „Eishockey-Hochzeit“ und geht dann auf Weltreise

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Eishockey ist das Leben von Andrea Sausner. Die Lenggrieserin heiratete jetzt ganz im Zeichen des Kufensports – und ging im Anschluss auf eine kleine Weltreise.

Lenggries– Andrea Sausner ist im wahrsten Sinne des Wortes eishockeybesessen. Die 27-jährige Lenggrieserin, geborene Knabner, reist fast durch die ganze Welt, um Stadien zu besuchen, kennt in ganz Deutschland Menschen mit der gleichen Leidenschaft. Ihr Freund und jetziger Ehemann Bastian Sausner ist ebenso begeistert vom Kufensport. Was lag da näher, als eine Eishockey-Hochzeit abzuhalten?

Die Vorbereitungen für den großen Tag begannen kurz nach dem Heiratsantrag – auf der Eisfläche im Freiburger Eisstadion. Denn Bastian Sausner ist Fan des EHC, Andrea der Tölzer Löwen. Mit Unterstützung von Familie und Freunden wurde an vielen kleineren Details gearbeitet. „Wir haben aus Pappe kleine Trikots ausgeschnitten, die als Namensschilder dienten“, sagt Sausner. Als Geschenk gab es für alle Gäste einen eigenen Puck mit einem Logo nach dem Motto „Love ’n’ Hockey“.

Das Kirchenheft war im Stil der Freiburger Stadionzeitung gehalten. Das Fotoshooting fand natürlich im Eisstadion statt. Und für das Gruppenfoto hatte das Paar alle Gäste aufgerufen, entsprechende Trikots mitzubringen – wer keines hatte, dem wurde eines geliehen. So entstand ein Bild, auf dem alle, einschließlich dem Brautpaar, Trikots anhaben. „75 Prozent der Gäste kamen auch aus der Eishockeyszene.“ Eine Torte im entsprechenden Design durfte ebenfalls nicht fehlen. Für die Musik sorgte ein DJ, der gleichzeitig Fanbeauftragter in Rosenheim ist. „Er hat alles aufgelegt, was man sich für eine Party so wünscht.“

Auf ihrer Hochzeitsreise posierten die Sausners vor vielen Sehenswürdigkeiten in Eishockey-Trikots – wie hier an den Niagara-Fällen.

Als die Eishockey-Hochzeit gefeiert war, gingen die beiden auf eine sechswöchige Hochzeitsreise – in der das Thema Eishockey abermals nicht fehlen durfte.

Die beiden Eishockey-Fans nahmen jeweils ihre Trikots mit und lichteten sich an den verschiedenen Orten damit ab. Zunächst ging es nach Toronto, über die Niagara Fälle weiter nach Buffalo. Dort hatte das Paar Tickets für ein NHL-Spiel geschenkt bekommen. „Außerdem haben wir dort die weltbesten Chicken Wings gegessen“, sagt Sausner. Die Stadt im Bundesstaat New York ist für diese Spezialität bekannt. Mit dem Mietauto ging es weiter nach Pittsburgh, wo das Paar 50 Meter vom Eisstadion entfernt wohnte. „Wir haben dann rausgefunden, dass sich die Eishockeyfans in unserem Hotel traditionell zum Vorglühen vor den Spielen treffen“, sagt Andrea Sausner. „Da haben wir gleich eine Menge netter Leute kennen gelernt. Mit unseren Trikots waren wir überall wie Kanarienvögel.“ Ein ganz besonderer Moment: In einem Gasthaus bekamen die Jungvermählten vom dortigen Besitzer zwei T-Shirts geschenkt, und Andrea Sausner gab im Gegenzug ihren Tölzer Löwen-Schal her.

Weiter ging es nach New York. Dort erfüllte sich das Paar gleich zwei Träume: zum einen einen Helikopter-Rundflug über Manhattan; zum anderen ein Spiel im Madison Square Garden. Auch in den Eisstadien der New Jersey Devils und der New York Islanders schauten die Sausners vorbei. „New York werde ich so schnell nicht vergessen.“

Von all den Eishockey-Eindrücken gönnte sich das junge Paar schließlich eine Auszeit und flog weiter auf die Bahamas. Dort ließen es sich die zwei gut gehen, entspannten und machten eine Bootstour zu den schwimmenden Schweinen, der Attraktion dort. Ab und zu bekam das frischvermählte Paar die Frage zu hören, wie es denn so eine Reise finanzieren könne. „Aber wir haben uns das mit Überstunden hart erarbeitet“, sagt die gelernte Bäckereifachverkäuferin.

Zu guter Letzt flogen Andrea und Bastian Sausner zurück nach Europa. Zwischenstopp in Frankfurt, wo ein befreundeter Eishockey-Fan, der zugleich Pilot ist, mit ihnen einen Rundflug über die Stadt machte. Und zum Abschluss ging es für ein paar Tage nach Mallorca. „Dort haben wir gefeiert, wie es sich gehört“, sagt Sausner lachend.

Nach sechs Wochen ging die Reise zu Ende. „Es war wirklich alles toll. Aber wir haben uns so auf das eigene Bett, die eigene Wohnung gefreut.“ Auch Freunde wiederzutreffen und in die Arbeit zu gehen, war nach der langen Zeit ein schönes Erlebnis. „Wir sind dabei, alle Fotos von der Hochzeit und der Reise anzusehen“, sagt Andrea Sausner. „Das ist etwas, das ich nie vergessen werde.“

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