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Skicross

Lenggrieserin Heidi Zacher fährt in die „Speck-Plätze“

Gut gemacht: Die Lenggrieser Skicrosserin Heidi Zacher fuhr beim Weltcup in Innichen auf Platz sieben.

Innichen/Lenggries – Es ist kein großes Geheimnis, dass der Skicross-Kurs im Südtiroler Innichen zu den Lieblingsstrecken der Lenggrieserin Heidi Zacher zählt. Und das nicht nur wegen der zahlreichen Weltcup-Siege und weiterer Top-Platzierungen, die sie dort bereits eingefahren hat, sondern vor allem weil es dort als Siegerprämie zusätzlich immer ein ordentliches Stück Südtiroler Speck gibt.

 Verständlich, dass sie da am Freitag, beim ersten Cross-Weltcup im Hoch-Pustertal noch ein wenig haderte, als sie an den „Speck-Plätzen“ vorbeigefahren war. Doch schon da war sie überzeugt, die nach langer Verletzungspause ihre ersten Rennen wieder bestritten hatte, „das Wichtigste was mir noch fehlt, sind Rennkilometer unter die Skier zu bringen. Und es geht von Fahrt zu Fahrt immer besser.“ 

Und am Samstag, beim zweiten Cross-Weltcup in Innichen ließ sie ihren Worten auch Taten folgen. Im Viertelfinale kam sie zwar auf zwei aus dem Startgate, wurde aber gleich darauf von der Kanadierin Kelsey Serwa überholt. Doch diesmal zeigte Heidi Zacher wieder ihre bekannten Kämpferqualitäten. Sie schob sich erneut an der Olympiasiegerin vorbei und brachte dann auch Platz zwei sicher ins Ziel. 

Im anschließenden Halbfinale fand sie sich nach der Startsequenz auf Rang drei wieder. Im Lauf des Heats beharkte sie sich ständig mit der Schweizerin Sanna Lüdi. „Ich habe wirklich versucht zu überholen, doch die Sanna hat mir keine Chance gegeben“, musste die Lenggrieserin da zugeben, nachdem sie lediglich als dritte den Zielstrich gequert hatte. Doch hatte sie damit zumindest den Einzug ins so genannte „kleine Finale“ geschafft.

Hier lag sie dann während des gesamten Heats mit der jungen Kanadierin Mikayla Martin im Clinch. „Die ist aber auch wirklich gut gefahren“, gab Heidi Zacher zu und so musste schließlich das Zielfoto die Entscheidung bringen. „Da war sie dann halt um etwa eine Armlänge voraus. Sie hat sich ihren sechsten Platz damit redlich verdient.“ 

Damit wurde die Isarwinklerin letztlich insgesamt auf Rang sieben gewertet. „Ich bin voll zufrieden. Das war wieder ein kleiner, aber wichtiger Schritt nach vorne. Ein klarer Aufwärtstrend“, freute sich die 30-Jährige über ihren schönen Erfolg: „Da hat sich die Trainings-Schinderei der letzten Monate nach meinem Kreuzband-Riss also doch gelohnt. Es wäre wirklich super, wenn’s im Januar bei den nächsten Weltcups so weitergehen würde. Wenn man das kleine Finale erreicht hat, dann kommt auch wieder die Lust aufs Große.“

 Außerdem, „ich habe heute mein gesetztes Ziel voll erreicht“, strahlte Heidi Zacher: „Ich bin mit einem Stück Südtiroler Speck nach Hause gefahren, denn die gibt’s in Innichen, wenn auch etwas kleiner, für die Podestplätze bis Rang zehn.“ esc

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