Um ein Parkchaos an der B 307 wie im vergangenen Sommer zu vermeiden, soll der Parkplatz an der Wasserwacht vergrößert werden.
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Um ein Parkchaos an der B 307 wie im vergangenen Sommer zu vermeiden, soll der Parkplatz an der Wasserwacht vergrößert werden.

Kritik an Parkplatzbau

Lieber Radweg und mehr Busse zum Sylvensteinsee als mehr Parkplätze

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
    vonVeronika Ahn-Tauchnitz
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Am Rande der Haushaltsberatung ging es im Lenggrieser Gemeinderat noch einmal um den Bau zusätzlicher Parkplätze am Sylvensteinsee. Kritik daran gibt es von den Grünen.

Lenggries - Der Haushalt der Gemeinde Lenggries war im Hauptausschuss ausführlich vorberaten worden (wir berichteten). Im Gemeinderat ging es daher nur noch um den endgültigen Beschluss.

Radwegbau an der B307 soll weiterverfolgt werden

Roman Haehl (Grüne) nutzte aber den Moment noch für „eine kritische Anmerkung“. Ihm geht es um die geplante Erweiterung der Parkfläche an der Wasserwacht am Sylvenstein für 460 000 Euro (wir berichteten). Kritisch sehe er, dass eine derart große Investition getätigt werde – ohne über begleitende Maßnahmen, die den Verkehr auf der Bundesstraße 307 reduzieren könnten, zu reden. Als Beispiele nannte Haehl verbesserte Busverbindungen zwischen Lenggries und dem Sylvenstein und den Bau eines Radwegs. Dieser endet momentan auf dem Damm.

Bürgermeister Stefan Klaffenbacher (FWG) nahm das auf. Den Radwegbau wolle man weiterverfolgen. Da es sich hier aber um ein Bundesstraßen-begleitendes Projekt handle, sei man auf die Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Bauamt Weilheim angewiesen, so Klaffenbacher.

Keine Neuverschuldung in diesem Jahr

Ansonsten gab es in der Sitzung viel Lob für Kämmerer Michael Wenig. Der habe ein solides Zahlenwerk aufgestellt. „Ich danke dem Kämmerer für seine hervorragende Kassenführung und die übersichtliche Darstellung“, sagte CSU-Fraktionschef Josef Wasensteiner. Dem schloss sich Haehl an. „Wir fühlen uns sehr gut informiert.“

Die Lage in der Gemeinde ist nach wie vor solide. Der Kämmerer rechnet mit ähnlich hohen Steuereinnahmen wie im Vorjahr. Etwas geringer sind die Schlüsselzuweisungen durch den Freistaat – verantwortlich dafür ist die Gewerbesteuereinnahme 2019, die mit vier Millionen Euro etwa eine Million höher als geplant ausfiel. Sie sorgt zudem dafür, dass heuer mehr Umlage an den Landkreis bezahlt werden muss. Um alle Investitionen – unter anderem die Sanierung des Rathaus-Dachgeschosses und der Kauf von Feuerwehr-Ausrüstung – stemmen zu können, braucht der Kämmerer 1,6 Millionen Euro aus den Rücklagen. Eine Neuverschuldung ist nicht geplant. Im Gegenteil: Die Gemeinde tilgt noch einmal eine halbe Million an Krediten.  

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