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Ein Gläschen auf die gute Zusammenarbeit: Hans Probst (re.) mit Moderator und Starkoch Mike Süsser. 

Entscheidung bei Kabel 1-Doku-Soap 

„Mein Lokal, dein Lokal“:  Lenggrieser Bergcamping belegt zweiten Platz

  • Silke Scheder
    vonSilke Scheder
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Am Ende reichte es „nur“ für Platz zwei. Enttäuscht sind die Geschwister Probst deswegen nicht, im Gegenteil: Die Teilnahme am Camping-Spezial der Fernsehserie „Mein Lokal, dein Lokal“ hat das „Lenggrieser Bergcamping“ in halb Deutschland bekannt gemacht.

Lenggries – 590 000 Zuschauer haben nach Angaben von Kabel 1 am 25. Mai die Sendung über den Campingplatz am Fuße des Braunecks angesehen. Danach stiegen die Zugriffszahlen auf die Homepage drastisch an: Neunmal mehr Interessierte als gewöhnlich schauten virtuell beim „Lenggrieser Bergcamping“ vorbei. „Das ist ein Traum, eine bessere Werbung kann man nicht bekommen“, sagt Hans Probst. Zusammen mit seinen Schwestern Michaela und Katharina hat er die Anlage samt Ferienzimmern, Chalets und der Gaststätte „Lahnerstubn“ vor knapp zwei Jahren eröffnet. Gut gelaufen ist es von Anfang an. Doch jetzt kommen die Buchungsanfragen „im Minutentakt“. Das liege aber sich auch daran, dass viele Urlauber wegen der Corona-Pandemie nicht ins Ausland fahren wollen, sagt Probst.

Die Dreharbeiten fanden kurz vor dem Shutdown Mitte März in Bayern und Österreich statt. Insgesamt treten bei dem TV-Format fünf Betreiber von Campingplätzen gegeneinander an. Die Teilnehmer bewerten das Angebot ihrer Konkurrenten nach den Kategorien Service, Sauberkeit, Gastronomie, Wohlfühl-Faktor und Übernachtungsmöglichkeiten. Der bestbewertete Platz gewinnt. Das Format geht ursprünglich auf die Doku-Soap „Mein Lokal, dein Lokal“ zurück. Einmal im Jahr gibt es ein Camping-Spezial. Wie berichtet nahm heuer noch ein zweiter Campingplatz-Betreiber aus dem Landkreis an der Challenge teil: Alois Perkmann kam mit seinem „Campingplatz Kesselberg“ auf den vierten Platz.

Antworten nur anfangs mit Bedacht gewählt

Jedem Teilnehmer wurde eine komplette Folge gewidmet. Das „Lenggrieser Bergcamping“ war am 25. Mai an der Reihe. Vor der Ausstrahlung war Hansi Probst ziemlich nervös: Fünf Tage lang waren er und seine Rivalen von morgens bis abends gefilmt worden und hatten tausende von Fragen beantwortet. Was das TV-Team daraus machte, wusste Probst nicht. „Ich bin aber sehr zufrieden.“ Anfangs habe er noch versucht, möglichst mit Bedacht zu antworten. „Man will ja nichts Falsches sagen.“ Irgendwann sei es ihm aber wurscht gewesen, sagt der 45-Jährige und grinst.

Dreharbeiten bis 2 Uhr nachts

Die Dreharbeiten beschreibt Probst als tolle, aber sehr zeitintensive Woche. Los ging’s um 9 Uhr. „Vor zwei Uhr nachts waren wir nie fertig.“ Das im Schnitt siebenköpfige TV-Team filmte deutlich mehr, als im Fernsehen zu sehen war. Vieles musste häufig wiederholt werden. Besonders bei der Bewertung der Gastronomie eine Geduldsprobe: „Zwei Gabeln durfte man essen, dann musste man aufhören und für eine andere Einstellung aufstehen“, sagt Probst und lacht. Am Ende hätten ihn die TV-Leute damit aufgezogen, dass er seine Gabel so ungern aus der Hand legte.

Phasenweise lag das „Lenggrieser Bergcamping“ in der Bewertung auf Platz eins. Punkte kostete es die Lenggrieser am Ende zum Beispiel, dass es auf dem Platz selbst wenig Freizeitmöglichkeiten gibt. „Einer hat einen Spielplatz, der so groß ist wie unser ganzer Platz“, sagt Probst. Neidisch ist er kein bisschen. Aus seiner Sicht ist es viel attraktiver, die Freizeitarena Brauneck vor der Haustür zu haben. Das sehen die Camper offenbar ähnlich: Bis zu den Sommerferien ist die Anlage fast durchgängig ausgebucht.

Sendung verpasst

Wer die Sendung verpasst hat, kann sie jederzeit im Internet unter https://www.kabeleins.de/tv/mein-lokal-dein-lokal anschauen.

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