+
Ein alles andere als alltägliches Fahrzeug: F red Fuchs (li.) und Dominic Daldrup in einem Mini Moke. Das Auto steht Ende des Monats im Mittelpunkt eines Liebhaber-Treffens.

Anziehungspunkt für Autofreunde

Mini-Moke-Treffen: Kleines Auto, große Leidenschaft

Als Militärfahrzeug hat er sich nicht recht durchgesetzt. Dennoch hat der kleine Mini Moke seine Anhänger – und die werden Ende des Monats scharenweise nach Lenggries und Arzbach strömen. Hier ist Fred Fuchs Gastgeber des „Internationalen Mini Moke Meetings“.

Lenggries – Ursprünglich war der Mini Moke einmal als Allround-Fahrzeug für die britische Armee gedacht. Fallschirmtauglich und geländegängig sollte er sein. Unter diesen Voraussetzungen produzierte die British Motor Corporation ab den 1960er-Jahren den Wagen im englischen Longbridge. Im Gelände überzeugte er wegen seiner kleinen Antriebsräder aber nicht. So startete die Ersatzkarriere als Strand-Taxi und vor allem Spielzeug für Liebhaber.

Etwa 40 von ihnen haben sich nach Angaben von Fred Fuchs bislang zum großen Treffen in Lenggries angemeldet. „Das wird das größte Treffen, das es bis jetzt gab“, sagt der Geschäftsführer von „Fuchs baut Gärten“. Von Freitag, 28., bis Sonntag, 30. Juli, kommen die Mini-Begeisterten in den Isarwinkel. Aus mindestens sechs Nationen reisen die Fahrer an, um am siebten internationalen Treffen teilzunehmen.

Fuchs selbst erzählt ganz bescheiden von den vier kleinen Gefährten, die er sein Eigen nennt. Ein Mini Marcos, ein Morris Mini Cooper S – sein Rennauto –, ein Mini Van, der „kleinste angemeldete Transporter im Landkreis“, wie Fuchs erklärt, und natürlich der Mini Moke. Vor allem von der Karosserie dieses Modells ist Fuchs angetan. „Da ist nicht alles zusammengeschweißt. Den baue ich mit einem 13er-Schlüssel komplett auseinander.“

Vor etwa 30 Jahren hat der Lenggrieser in England seine Leidenschaft für den Kleinwagen entdeckt. Anfangs hat der Gärtner seinen Mini Moke sogar als Nutzfahrzeug verwendet, um Pflanzen und Erde zu transportieren. Später nahm er damit an Bergrennen und Rallyes teil. „Ich bin mit dem Mini schon alles gefahren, was man fahren kann.“ Tausende Kilometer bewältigte er mit seinem Moke auf einer Tour von Schweden über Litauen bis über die weißrussische Grenze und zurück. Mit dabei war auch der Mini-Van samt Anhänger. Nur auf den letzten 100 Kilometern – da ließ der Moke seinen Eigentümer im Stich: Kabelbrand. Aber auch da wusste sich Fuchs zu helfen. „Wir haben den Moke an den Van gehängt und den Anhänger an den Moke.“ So erreichte die Gruppe nicht nur rechtzeitig die Fähre – sie war auch die Attraktion des gesamten Hafens.

Beschaulicher geht es Ende Juli im Isarwinkel zu. Vom Arzbacher Campingplatz startet am Samstag, 29. Juli, um 9 Uhr eine Tour mit den Vollcabriolets Richtung Bad Tölz. Besonders freut den leidenschaftlichen Autoschrauber Fuchs, dass „ganz Arzbach mit dabei ist“.

Tamara Scheid

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Tipps gegen Langeweile: Das ist los am Dienstagabend
Tipps gegen Langeweile: Das ist los am Dienstagabend
Bad Tölz ist eine der fotogensten Kleinstädte Deutschlands
Bad Tölz gehört zu den fotogensten Kleinstädten Deutschlands. Das sagt zumindest ein neues Ranking.
Bad Tölz ist eine der fotogensten Kleinstädte Deutschlands
Massiven Blumentopf zerstört
Eine ärgerliche Sachbeschädigung meldet die Tölzer Polizei aus Gaißach. In den frühen Morgenstunden des Montags wurde ein massiver Blumentopf aus Stein vor einem Anwesen …
Massiven Blumentopf zerstört
Hoher Sachschaden bei Auffahrunfall
Ein Auffahrunfall hat sich am Montagabend am Greilinger Berg kurz vor Bad Tölz ereignet.
Hoher Sachschaden bei Auffahrunfall

Kommentare