Alkohol
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Zu tief ins Glas geschaut hatte ein Lenggrieser im November 2019. Weil er danach Auto fuhr, stand er jetzt vor Gericht.

Polizei stellte Führerschein sicher

Mit knapp zwei Promille hinterm Steuer: Lenggrieser vor Gericht

  • vonRudi Stallein
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Ein feuchtfröhlicher Abend im Jaudenstadl kommt einen 58-jährigen Lenggrieser teuer zu stehen.

Lenggries/Wolfratshausen – Gegen 1.35 Uhr in jener Nacht Anfang November vorigen Jahres setzte der Mann sich noch hinters Steuer seines Autos, um nach Hause zu fahren. Er kam jedoch nicht weit. Noch auf dem Parkplatz beendete eine Polizeistreife die Fahrt. Eine Blutprobe ergab, dass der Lenggrieser mit knapp zwei Promille unterwegs war. Nun wurde er vom Amtsgericht Wolfratshausen zu 2200 Euro Geldstrafe verurteilt.

„Es war ganz lustig, das Ganze“, so beschrieb der Angeklagte den Abend mit Freunden, der für ihn gar nicht lustig endete. „Um auf 1,93 Promille zu kommen, muss man ganz gut was getrunken haben“, schlussfolgerte der Mann. „Auf dem Weg zum Auto habe ich dann wohl zu viel Frischluft erwischt.“ Die Folge war, dass er in Schlangenlinien über den Parkplatz gefahren sei. Nach dem Vorfall, habe er umgehend mit einem Alkohol-Abstinenzprogramm begonnen, erklärte der Beschuldigte und legte dem Gericht zwei negative Tests zur Bestätigung vor. Zusätzlich hatte er bereits zwei Gesprächstermine mit einer Verkehrspsychologin, weitere sollen folgen. 

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Diese Eigeninitiative nach dem Vorfall wirkte sich strafmildernd aus. Richter Helmut Berger verurteilte den Lenggrieser zu einer Geldstrafe von 55 Tagessätzen zu je 40 Euro, insgesamt also 2200 Euro. Zudem muss der Mann auf seinen Führerschein, der gleich nach der nächtlichen Irrfahrt von der Polizei sichergestellt worden war, noch weitere fünf Monate verzichten – insgesamt also elf Monate. Von der Sperrfrist ausgenommen sind lediglich landwirtschaftliche Fahrzeuge, die nicht schneller als 40 Stundenkilometer sind.  

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