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Nahe dem Sylvensteindamm

Murenabgang: Felsbrocken fallen auf Bundesstraße und verfehlen Auto nur knapp 

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Felsbrocken  und Geröll verschütteten am Donnerstagabend einen Teil der Fahrbahn der B307.

Lenggries - Zu einem Murenabgang kam es am Donnerstagabend zwischen Sylvensteindamm und Kaiserwacht. Gegen 18.45 Uhr war einiges an Gestein auf die Bundesstraße 307 gerutscht.

 „Es ist eine Felsplatte abgeplatzt, und dann ist noch einiges an Geröll mit runter gekommen“, berichtet Kreisbrandmeister Anton Leeb. Die Brocken verschütteten etwa die Hälfte der Fahrbahn.

Felsbrocken fallen direkt vor Auto auf die Fahrbahn

Sachschaden an Autos entstand nicht. Dabei hatte der Mann, der den Murenabgang meldete, großes Glück, wie Leeb betont. Die Steine waren direkt vor seinem Wagen auf die Straße gefallen, hatten das Fahrzeug aber nicht beschädigt.

Nach Murenabgang: Einsatz dauert bis 21.30 Uhr

Im Einsatz waren am Donnerstag die Freiwilligen Feuerwehren aus Vorderriß und Fall mit einem Dutzend Einsatzkräfte. Sie übernahmen nicht nur die Absicherung der Einsatzstelle, sondern kümmerten sich auch um die Beseitigung des Gerölls mit einem Radlader.

Das dauerte allerdings seine Zeit: Schließlich musste der Radlader, mit dem sonst an der Geschiebesperre am Isareinlauf des Sylvensteinsees gearbeitet wird, erst einmal bis zur Einsatzstelle gefahren werden.  Erst gegen 21.30 Uhr konnten die freiwilligen Kräfte der Feuerwehr die Arbeit beenden. 

Es war nicht der erste Murenabgang in den vergangenen Wochen. Während der starken Regenfälle im Mai  hatten Schlammmassen auf einer Länge von etwa zehn Metern den Verbindungsweg zwischen Zwiesel und Zwiesel-Almen verschüttet. Seitdem ist der Weg gesperrt. Die Gemeinde arbeitet derzeit am Beheben des Schadens. 

Eine Mure hatte den Weg zwischen Zwiesel und Zwiesel-Almen verschüttet.

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Zu einem heftigen Felssturz war es vor wenigen Tagen im Karwendelgebirge bei Mittenwald gekommen. 

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