Am Koteck

Nach Gleitschirmunfall auch noch zu Fuß in Absturzgefahr geraten

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Von einer Gefahr in die andere: Ein Gleitschirmflieger landete am Sonntag zunächst in einem Baum. Er konnte sich zwar aus seiner misslichen Lage befreien, landete auf dem Weg in Richtung Tal aber anschließend in einem tückischen Steilhang.

Lenggries - In einem Baum auf dem Koteck endete am Sonntagabend der Gleitschirmflug eines Mannes aus Harsdorf (Landkreis Kulmbach). Nach Angaben der Polizei war der 55-Jährige gegen 18.30 Uhr am sogenannten Umsetzer gestartet. Wegen eines Leinenverhängers, den der Mann beim Start nicht mehr korrigieren konnte, schmierte der Schirm nach links ab, flog in einen Baum und blieb dort hängen. 

Ein anderer Gleitschirmflieger hatte den Unfall beobachtet und setzte einen Notruf ab. Drei Mitglieder der Lenggrieser Bergwacht machten sich mit dem Einsatzfahrzeug auf den Weg zum Speicherteich am Garland und stiegen von dort zu Fuß weiter zum Koteck auf. Als sie vor Ort eintrafen, war jedoch niemand mehr zu sehen – lediglich eine Brille fanden die Retter noch, wie es in einer Mitteilung der Bergwacht heißt. 

Zu erkennen waren zudem frische Fußspuren, die talwärts führten – und zwar genau in Richtung eines Steilgeländes. Es stellte sich heraus, dass sich der 55-Jährige eigenständig aus seinem Gleitschirm befreit und auf den Weg gemacht hatte. Dabei war er jedoch in Richtung eines Bereichs marschiert, in dem Absturzgefahr besteht. Die Bergretter folgten der Spur und hatten den Gleitschirmflieger bald eingeholt. Die Bergwacht brachte den Leichtverletzten – er hatte eine Platzwunde am Kopf – sicher ins Tal und übergaben ihn in Lenggries an einen Rettungswagen.

Rubriklistenbild: © Karl Bock (Symbolfoto)

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