Isarbrücke, Tatort, Lenggries, Messerattacke
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Im Bereich der Isarbrücke wurde der mutmaßliche Täter festgenommen.

Ermittlungen zu Hintergründen der Tat laufen

Nach Messerangriff in Lenggries: Jugendlicher schwebt weiter in Lebensgefahr - Zeuge schildert Festnahme

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
    VonVeronika Ahn-Tauchnitz
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Nach dem Streit zwischen zwei Jugendlichen in Lenggries, in dessen Zug einer der beiden mit einem Messer schwer verletzt wurde, hat die Polizei am Freitag weitere Details veröffentlicht.

Lenggries - Wie berichtet gerieten am Donnerstag gegen 17.45 Uhr im Bereich des Bahnhofs in Lenggries zwei männliche Jugendliche in Streit. Einer der beiden stach daraufhin mit einem Messer auf den anderen Jugendlichen ein und flüchtete zunächst zu Fuß in Richtung Isar.

Das nach der Messerattacke in Lenggries schwer verletzte Opfer wurde nach notärztlicher Behandlung am Tatort mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen und notoperiert. Er schwebt nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd zum derzeitigen Zeitpunkt in Lebensgefahr.

Täter flüchtet erst, meldet sich dann aber bei der Polizei

Ein Großaufgebot an polizeilichen Einsatzkräften, darunter auch ein Polizeihubschrauber, war in die Fahndung nach dem zunächst flüchtigen Täter involviert. Dieser meldete sich wenig später selbst bei der Polizei und konnte widerstandslos festgenommen werden. Die erfolgte im Bereich der Isarbrücke.

Ein Lenggrieser war zu diesem Zeitpunkt gerade ebenfalls auf der Isarbrücke unterwegs. „Zehn Meter vor mir hat das Polizeiauto mit Blaulicht gestoppt“, schildert der Mann. Zuerst dachte der Lenggrieser, er selbst sollte kontrolliert werden. Dann sah er, dass einer der Beamten eine Waffe zog und sich zwei Jugendliche dem Polizeiauto näherten. „Der Junge hat sofort die Hände gehoben und ist auf die Knie gegangen“, sagt der Lenggrieser, der immer noch hörbar schockiert ist.

Auslöser des Streits und Motiv des Täters werden nun ermittelt

Die Kriminalpolizei Weilheim nahm unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II umgehend die Ermittlungen zu der Gewalttat auf. Noch in der Nacht wurden zahlreiche Spuren gesichert und erste Vernehmungen durchgeführt. Der Auslöser des Streits und das Motiv des Täters sind nun Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Gewalttätige Auseinandersetzungen unter Jugendlichen sind in den vergangenen Wochen immer wieder Thema gewesen, so zum Beispiel in Pullach, wo Jugendliche eine Party sprengten, und in Karlsfeld, wo gewalttätige Jugendbanden auffallen.

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