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Nach der Kollision gingen die Maschinen in Flammen auf. 

Verunglückte Motorradfahrer

Schreckliches Ende eines Familienausflugs an Fronleichnam

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Nach dem schweren Motorradunfall am Fronleichnamstag hat die Polizei Bad Tölz noch keine Erkenntnisse, wie es zu dem Unglück kommen konnte.

Fall/Vorderriß/München - Wie berichtet, sind zwei Menschen ums Leben gekommen, einer wurde schwer verletzt und liegt in der Klinik in Murnau. Der vierte Beteiligte wurde leicht verletzt. Details zur Unfallursache sollen ein analytisches und ein technisches Gutachten klären. Das werde mehrere Wochen dauern, so die Polizei. Zudem werden die Zeugen noch vernommen. 

Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz. 

Bei den Ausflüglern handelte es um eine Familien- und Freundesgruppe. Sie stammen alle aus München. Die Gruppe war mit insgesamt acht Motorrädern, teilweise mit Sozia, unterwegs Richtung Vorderriß. Gegen 13 Uhr touchierte ein 51-jähriger Fahrer, der dritte in der Fahrfolge, das Motorrad seines Vordermanns. Dieser stürzte, und auch der vorausfahrende erste Fahrer kam zu Sturz. Der 51-Jährige geriet auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort mit einem entgegenkommenden Motorradfahrer (54), der alleine unterwegs war. Diese beiden Maschinen fingen Feuer. 

Als die Feuerwehr Fall mit acht Mann eintraf, stand dichter Rauch über der Unglücksstelle. Alle anderen Motorradfahrer versuchten, den Verunglückten zu helfen, und zogen sich dabei auch selbst Verletzungen zu. „Es war eine schwierige, chaotische Situation für uns“, berichtet Christian Eberl, Kommandant der Feuerwehr Fall. Zwei Feuerwehrmänner mussten Atemschutzgeräte tragen. „Die Feuerwehr konnte verhindern, dass die Flammen auf die umliegenden Bäume übergreifen“, berichtet die Tölzer Polizei. 

Zwei Motorradfahrer sterben bei Ausflug

Es wurde sofort eine sogenannte Alarmstufenerhöhung eingeleitet, auch aus der Luft. Laut Auskunft der Polizei waren die Rettungshubschrauber „Christoph“ aus Bayern und „Christophorus“ aus Tirol im Einsatz. Außerdem waren vier Notärzte, 31 Rettungskräfte sowie die Polizei vor Ort. Auch Mitarbeiter vom Kriseninterventionsteam eilten zur Unglücksstelle, um Familie und Freunde der Verstorbenen zu betreuen. Die Feuerwehr Vorderriß kümmerte sich mit fünf Mann um die Verkehrsregelung. 

Alle Beteiligten müssen jetzt die Eindrücke vom Unfallort verarbeiten. Für die Feuerwehr Fall ist es der schwerste Unfall seit Jahren.

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