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Die Schönheiten des Karwendels bekommen Besucher auch 2017 bei Natur-Exkursionen gezeigt.

Naturpark-Bilanz 

Mittendrin im Karwendel

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Auf den Bergen des Karwendelgebirges ist noch tiefster Winter. Im Tal dagegen laufen bereits die Vorbereitungen für die Sommersaison an. Die Mitarbeiter des Naturparks Karwendel stehen in den Startlöchern.

Lenggries/Hinterriß – Das futuristische Naturparkhaus Karwendel hat das verflixte siebte Jahr mit einigen Kraftanstrengungen überstanden. „Wir hatten eine schwierige Saison“, schreibt Naturpark-Geschäftsführer-Hermann Sonntag im Jahresbericht 2016. Demnach gab es längere Krankenstände. „Und so bedurfte es zahlreicher Aushilfen und großer Flexibilität unserer Mitarbeiter, damit wir die Saison schlussendlich noch erfolgreich beenden konnten“, so Sonntag. Der Besuch lag mit rund 10 000 Gästen auf einem ähnlichen Niveau wie in den vergangenen zwei Jahren. Die Vortragsreihe war wieder sehr gut besucht, „und auch unser Bienenhotel hat inzwischen eine gute Buchungslage von zahlreichen Dauermietern“, berichtet der Geschäftsführer.

Im Naturparkhaus gibt es heuer einen Personalwechsel. Der Verein Naturpark sucht eine neue Leiterin oder einen neuen Leiter. Seit der Eröffnung im Jahr 2009 stand Barbara Baumgartner aus Lenggries an der Spitze der Einrichtung. „Sie hat das Erscheinungsbild im Informationsbereich und das Museum entscheidend geprägt“, sagt Sonntag. Baumgartner hat das Naturparkhaus zum Saisonende 2016 verlassen: Sie wird in gut vier Wochen zum ersten Mal Mutter.

„Das war ein wehmütiger Abschied“, sagt Barbara Baumgartner. Die Zeit in der Hinterriß war für sie „ein Glücksfall“. Sie habe dort schöne Jahre gehabt. Für einen naturverbundenen jungen Menschen wie sie war das „viel mehr als nur ein Arbeitsplatz“. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Hüttenwirten und Almleuten sei ihr ein Herzensanliegen gewesen. Auch die Vortragsveranstaltungen mit einem meist treuen Stammpublikum aus dem Isarwinkel werde sie vermissen. Wenn das Baby groß genug sei, will die junge Mama schon bald mit ihm ihn Hinterriß spazieren gehen.

Bestimmt wird sie sich auch bei ihrem Nachfolger vorstellen. Naturpark-Geschäftsführer Sonntag wird mit seinen Mitarbeitern in den kommenden Tagen die Bewerbungen sichten, die auf die Zeitungsanzeigen hin eingegangen sind. „Wir sind guter Dinge, dass wir eine geeignete Nachfolgerin oder einen Nachfolger für Frau Baumgartner finden“, sagt Sonntag. Die Bewerber, die in die engere Wahl kommen sollen schon in den nächsten Tagen zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden.

Am 1. Mai beginnt wieder die Saison im Naturparkhaus Hinterriß. An die Erscheinungsform der anfangs als Betonkasten verspotteten Besuchereinrichtung haben sich laut Sonntag die Gäste inzwischen gewöhnt. „Vor allem die Bayern sind in der ersten Zeit recht kritisch gewesen“, sagt der Geschäftsführer. Für das Museum selbst und dessen Angebote habe es aber immer nur Lob gegeben.

Interessierten Naturfreunde will das Naturpark-Team auch 2017 das Karwendel näherbringen – mit Vorträgen und Exkursionen. Aber auch die kleinen Besucher sollen sich für den größten Naturpark Österreichs begeistern. Für sie ist der „Spielschatz Eng“ gedacht.

Angelehnt an das typische Alm-Leben von früher entsteht an der Eng-Alm auf einer Fläche von 2200 Quadratmetern ein Spielplatz für die ganze Familie. Am 22. Juni soll die neue Attraktion eröffnet werden.

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