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Stefanie Scheja - Neue Leiterin der Realschule Hohenburg

Realschule Hohenburg

Neue Leiterin ist eine alte Bekannte

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Die Nachfolge von Klaus Fortner an der Realschule Hohenburg ist geklärt: Stefanie Scheja beginnt am 1. August als neue Leiterin der erzbischöflichen Mädchenschule. Für die 61-Jährige ist der Wechsel von Pullach in den Isarwinkel beruflich wie privat eine Heimkehr.

Lenggries – Das Interview komme eigentlich zu früh, sagt Stefanie Scheja am Telefon und lacht herzlich. Denn eigentlich habe sie im Moment noch alle Hände voll an ihrer bisherigen Arbeitsstelle zu tun. Direkt nach den Pfingstferien stehen nämlich auch an der Pullacher Pater-Rupert-Mayer-Realschule, die Scheja seit 2011 leitet, die Abschlussprüfungen an. „Da sind meine Gedanken natürlich bei meinen Schülern“, sagte Scheja. „Ich muss mich bis zu den Sommerferien noch voll und ganz hier einsetzen. Das haben die Schüler und mein Team verdient.“

Ab 1. August gilt dann die ganze Aufmerksamkeit der 61-Jährigen der St.-Ursula-Realschule. „Ich freue mich riesig auf die neue Herausforderung und nehme sie gerne an.“ Wobei: Ganz so neu ist sie eigentlich gar nicht. In Hohenburg ist Scheja nämlich eine alte Bekannte. Von 2002 bis 2011 war sie dort als Lehrerin tätig, unterrichtete Englisch und Geschichte. 2010 begleitete sie zudem die Einführung des bilingualen Unterrichts (auf Deutsch und Englisch) im Fach Geschichte. „Jetzt kehre ich nach Hause zurück“, sagt Scheja, und man hört ihr an, dass sie sich wirklich freut.

Der Wechsel zurück nach Hohenburg ist in doppeltem Sinne eine Heimkehr. Denn die 61-Jährige erhofft sich dadurch auch, künftig mehr Zeit mit der Familie verbringen zu können – vor allem mit den beiden Enkelkindern. Zu Hause ist die ganze Familie – Scheja hat einen erwachsenen Sohn – in Sachsenkam. „Ich bin gebürtige Westfälin, aber ich lebe schon sehr lange in Bayern“, sagt sie. Pendelte sie bisher unter der Woche täglich nach Pullach, wird der Schulweg ab August deutlich kürzer. Zudem gibt es an der Pater-Rupert-Mayer-Realschule ein Tagesheim, das die Schülerinnen und Schüler bis 16.30 Uhr besuchen. „Das bedeutet für mich sehr lange Arbeitstage.“ Dafür ist ihre bisherige Aufgabe aber auch sehr facettenreich, schließlich umfasst der Standort Pullach nicht nur die Realschule mit 310 Schülern, sondern auch eine Kindertagesstätte, eine Volksschule und ein Gymnasium.

Dass es an der sonst so beschaulichen Hohenburger Realschule derzeit etwas rumort – es gibt Mobbing-Vorwürfe, zwei Lehrer klagen im Moment – „davon habe ich nur in der Zeitung gelesen. Ich gehe da ganz unbelastet rein“, sagt die künftige Leiterin. Teile des Kollegiums kenne sie noch aus ihrer Hohenburger Zeit. Sie wisse aber auch, dass sich die Einrichtung in den vergangenen Jahren natürlich weiterentwickelt habe. „Aber ich kenne die Schule und weiß, welches Potenzial sie hat. Darauf freue ich mich wirklich sehr“, sagt die Sachsenkamerin.

Ihr Vorgänger Klaus Fortner verlässt St. Ursula nach nur zwei Jahren im Amt aus familiären Gründen (wir berichteten). Er wird ab Herbst eine erzbischöfliche Schule in Markt Indersdorf (Landkreis Dachau) leiten. Das ermöglicht es dem 49-Jährigen, wieder zu seiner Familie nach Neuburg an der Donau zu ziehen. Bislang pendelte Fortner am Wochenende in die 160 Kilometer entfernte Heimat.

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