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Das rot umrandete Areal gehört jetzt der Gemeinde. Neben den vier Unterkunftsgebäuden (1) stehen dort die Küche (2), das Stabsgebäude (3), die Turnhalle (4), ein Wartungsgebäude (5), ein Werkstattgebäude (6) und die Fahrzeughallen (7). Außerdem gehört der Sportplatz (8) zum Areal. Weiter im Besitz von Action Sports bleiben ein Schulungsgebäude (9) und die Kantine (10). Der Rest des Areals gehört zum Großteil der Luitpolderhöfe GmbH. Für diesen Bereich gibt es einen Bebauungsplan für ein Gewerbegebiet. 

Was wird aus dem Kasernenareal?

Neuer, alter Plan: Sportcamp in der Kaserne

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Lenggries – Es war ein Paukenschlag, als die Gemeinde vor Weihnachten bekannt gab, dass sie große Teile der Lenggrieser Kaserne gekauft hat. Jetzt gab es ein erstes Gespräch mit einem Planer. Er hat eine Investorengruppe im Rücken und möchte – Überraschung – ein Sportcamp verwirklichen.

Ja, sagt Bürgermeister Werner Weindl auf Anfrage, das Konzept für das Sportcamp sei schon vergleichbar mit Camp Woodward. Das amerikanische Unternehmen hatte wie mehrfach berichtet 2009 Interesse an dem Standort Lenggries angemeldet und wollte dort seine europäische Niederlassung errichten. Jugendliche aus ganz Europa hätten dort Trendsportarten – vom Skaten bis zu BMX und Cheerleading – trainieren können. Verwirklicht wurden die millionenschweren Pläne nie. Ende 2015 hatte sich dann die private Projektgesellschaft Action Sports, der seit 2009 ein Großteil des Kasernenareals gehört, für den Verkauf der zwölf Hektar großen Flächen an die Gemeinde entschieden. Knapp fünf Millionen Euro wechselten den Besitzer.

Der Planer, mit dem Weindl und Bauamtsleiter Anton Bammer nun ein Gespräch geführt haben, hatte offenbar ebenfalls Interesse am Kauf des Geländes. „Er hat die ganze Entwicklung auch schon vor dem Verkauf in der Presse verfolgt“, sagt Weindl. In einem losen Kontakt zur Gemeinde hatte er auch zuvor immer wieder Interesse an der Entwicklung des Areals bekundet.

Zur Person möchte Weindl noch nichts sagen. Nur so viel: „Er wohnt in Lenggries und hat eine Investorengruppe hinter sich. Es ist eine sehr große Gruppe, die sehr große Projekte finanziert“, sagt Weindl. Der Mann sei international tätig und „hat bereits einige Projekte dieser Art verwirklicht“.

In dem Gespräch habe er „einen positiven Eindruck“ gewonnen, bekräftigt der Rathauschef. Letztlich habe er auch „ein besseres Gefühl“ als bei Camp Woodward. „Aber eigentlich glaub’ ich immer erst dann wirklich daran, wenn etwas verwirklicht ist.“ Als nächstes müsse es darum gehen, konkreter zu werden. „Beispielsweise geht es um die Frage, ob die Investoren die gesamte Liegenschaft brauchen oder nur einen Teilbereich.“

Als nächstes soll der Interessent nun seine Pläne den Gemeinderäten vorstellen. Die machten sich jüngst ein Bild von der neu erworbenen Liegenschaft. „Das war gerade für unsere neuen Gemeinderäte wichtig“, sagt Weindl. Einem Sportcamp im Kasernenareal kann er immer noch viel Schönes abgewinnen. „Eine touristische Nutzung dort oben wäre schon gut.“

Übrigens: Der Notarvertrag für den Kauf ist zwar seit Dezember unterzeichnet, die Gemeinde ist aber noch nicht Besitzer der Kaserne. Weindl: „Besitzübergang ist erst am 31. März.“ Bis dahin muss der Noch-Eigentümer auch die ungenehmigten Zwischennutzungen – Reifenlager, untergestellte Fahrzeuge – auf der Fläche beendet haben.

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