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Wo ist der Löwe? Beim Kreisspiel sind die Kinder gemeinsam mit Erzieherin Anna Müller (li.) und Kinderpflegerin Constanze Schlickenrieder mit Eifer dabei.

Neuer Kindergarten in Schlegldorf

Mit roten Backen im Wald toben

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Für 16 Kinder heißt es seit September: Ab in die Natur! Der neue Waldkindergarten in Schlegldorf ist gut in sein erstes Jahr gestartet.

Lenggries/Schlegldorf – Mutige Kinder sind im Wald bei Schlegldorf unterwegs. Die Drei- bis Fünfjährigen gehen auf „Löwenjagd“. Gemeinsam mit Erzieherin Anna Müller und Kinderpflegerin Constanze Schlickenrieder toben die Kleinen zu dem Kreisspiel. Mit roten Backen und leuchtenden Augen sind sie mit dabei. Seit September werden 16 Kinder im neuen Waldkindergarten betreut.

Ein Schild am Anfang des Waldes weist den Weg. Schon von Weitem ist der Bauwagen zu erkennen, in dem die Kinder sich aufwärmen können oder bei gar zu regnerischem Wetter ihre Brotzeit einnehmen. Ansonsten aber findet die Betreuung fast ausschließlich im Freien statt – idyllisch zwischen Bergen, kleinem Bach und Isar.

Kathrin Meßmer, Initiatorin des Waldkindergartens, ist zufrieden. „Es ist so geworden, wie ich es mir erhofft hatte.“ Nach einem Infoabend sei schnell klar gewesen, dass sich die Gruppe füllt. „Ich kannte schon einige Eltern, die Interesse hatten.“ Die Gemeinde Lenggries stellte eine Fläche zur Verfügung. Die Kinder kommen aus Lenggries und Schlegldorf, kommen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder in Fahrgemeinschaften zu ihrem Platz im Wald.

Zwischen 8 und 8.45 Uhr treffen die Kinder stets ein. Um 12.30 Uhr beginnt die Abholzeit, bis maximal 14 Uhr können die Kleinen betreut werden. „Mit den Kindern werden viele Wanderungen unternommen, beispielsweise auf dem Höhenweg“, sagt Meßmer. Die Planung, was am jeweiligen Tag gemacht werde, sei stets vom Wetter abhängig.

Die beiden Betreuerinnen „machen das top und sehr liebevoll“, sagt Meßmer. Vor allem, weil es für sie ein großer Aufwand gewesen sei, eine völlig neue Gruppe in einem völlig neuen Kindergarten zu übernehmen.

Wie berichtet wird der Kindergarten über einen Trägerverein, dem alle Eltern angehören, finanziert. Die Eltern engagieren sich auch bei Arbeitseinsätzen im Gelände. Mit den monatlichen Beiträgen und Zuschüssen wird der laufende Betrieb gesichert. Um aber weitere Dinge wie Sitzgelegenheiten, Ausstattung für den Bauwagen und beispielsweise die Erste Hilfe-Ausrüstung zu finanzieren, läuft derzeit eine Crowdfunding-Aktion.

Da die Gruppe fast ausschließlich aus drei- bis vierjährigen Kindern besteht, wird sich an der Größe zunächst nicht viel ändern. Meßmer: „Es ist einfach schön, wie sich die Kinder hier ausleben und entfalten können. Sie bringen unglaublich viele Erlebnisse mit nach Hause.“

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