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Computer-Ansicht: So schaut die Talstation der neuen Schrödelsteinbahn am Brauneck aus.

Schrödelsteinbahn

Noch eine neue Sechser-Sesselbahn fürs Brauneck

Am Brauneck laufen die Planungen für den Neubau einer Sechser-Sesselbahn. Sie soll den über 40 Jahre alten Finstermünz-Sessellift ersetzen. Baubeginn soll im Frühjahr 2019 sein.

Lenggries/München –„Skifahrn dahoam“ haben sich die Alpen-Plus-Partner auch im 16. Jahr ihres Bestehens auf die Fahnen geschrieben. Bei ihrem Jahrespressegespräch  im Münchner Presseclub war von moderater Preispolitik und der Bedeutung der ökologischen Komponente in heimatnahen Gebieten die Rede.

Über die bevorstehende Saison hinaus schaut man in der Skiregion Brauneck-Wegscheid, wo aktuell die Planungen für den Neubau einer Sechser-Sesselbahn auf Hochtouren laufen. Im Winter 2019/20 soll die neue Schrödelsteinbahn erstmals laufen und damit ein weiteres Nadelöhr im Skigebiet entschärfen. Eine moderne Anlage mit Wetterschutzhauben, beheizten Sitzen, automatischer Verriegelung und einem höhenverstellbaren Förderband für einen sicheren und komfortablen Einstieg von Kindern soll die alte Finstermünzbahn, einen Doppelsessel aus dem Jahr 1976, ersetzen. „Kurz vor der letzten Wintersaison stand das Skigebiet Brauneck vor einer zukunftsweisenden Herausforderung“, so Peter Lorenz, Geschäftsführer der Brauneck- und Wallbergbahnen GmbH über den anstehenden Verkauf des Sesselliftes sowie der mehr als 50 Jahre alten Schlepplifte am Flori- und Bayernhang. Der damals 84-jährige Besitzer Josef Singhammer habe die Anlagen im Herbst vergangenen Jahres angeboten. Sowohl aus Respekt. gegenüber einem der Lift-Pioniere am Brauneck, als auch um sicherzustellen, dass das Skigebiet in der bisherigen Form erhalten bleiben kann, habe man sich entschlossen, die Lifte zu übernehmen.

Von einem „enorm wichtigen Aspekt für die Tourismusregion Lenggries und Tölzer Land“ sprach Lorenz und berichtete über den Stand der Planung für die neue Anlage, die stündlich 2400 Personen befördern könne und damit die Anstehzeiten zwischen Bayern- und Florihang deutlich verkürzt. Gleichzeitig soll künftig auch der Finstermünzkessel an die Beschneiung angeschlossen werden. Gespeist werde diese aus dem Speichersee am Garland.

Die Genehmigungsverfahren für Bahn und Beschneiung laufen. Der Baubeginn ist für April oder Mai 2019 geplant. Die Brauneck- und Wallbergbahnen GmbH hat erst vor drei Jahren den neuen Milchhäuslexpress gebaut – ebenfalls eine Sechser-Sesselbahn.

Heidi Siefert

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