So soll der Neubau des Pflegeheims an der Karwendelstraße aussehen.
+
So soll der Neubau des Pflegeheims an der Karwendelstraße aussehen.

Öffentlichkeitsbeteiligung beginnt demnächst

Pflegeheim-Neubau: Bebauungsplan wird ausgelegt

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
    vonVeronika Ahn-Tauchnitz
    schließen

Einen Schritt weiter in Richtung Neubau des Pflegeheims hat nun der Lenggrieser Gemeinderat gemacht. Es ging um die Aufstellung des Bebauungsplans für das Vorhaben an der Karwendelstraße.

Lenggries - Der erste Entwurf wurde gebilligt, nun erfolgen demnächst die Auslegung und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Dagegen stimmte nur Peter Gascha (FWG). Ihm ist das für den Neubau festgelegte Baufenster zu starr. „Wenn sich noch Änderungen ergeben, wäre es besser, die Grenzen so zu setzen, dass wir den Baukörper noch verschieben können“, sagte Gascha. „Wir sind im Planungsstadium noch nicht so weit und sollten uns keine Möglichkeiten verbauen und daher eher ein großzügiges Baufenster festlegen.“

Bürgermeister Stefan Klaffenbacher (FWG) war skeptisch. Ein größeres Baufenster habe auch Nachteile. Letztlich müssten für jede Vergrößerung auch mehr Ausgleichsflächen festgelegt werden. „Ist das denn das große Problem?“, hielt Gascha dagegen, was Klaffenbacher mit „Jein“ beantwortete.

Am Ende blieb es gegen die Stimme von Peter Gascha beim bislang angeregten Baufenster. Der dreigliedrige Neubau soll im Westen des Grundstücks, neben dem jetzigen Pflegeheim, entstehen. Für die überbaute Fläche müssen gut 2800 Quadratmeter an Ausgleichsflächen nachgewiesen werden. „Die müssen wir noch benennen. Das ist bis jetzt noch nicht geschehen“, sagte Bauamtsleiter Ronny Bousseljot in der Sitzung.

Schaffung von günstigem Wohnraum angedacht

Eine Option will sich die Gemeinde in dem als Sondergebiet Pflegeheim deklarierten Areal auf jeden Fall offenhalten: nämlich die Möglichkeit, dort auch günstigen Wohnraum zu schaffen, der nicht nur den Angestellten im Pflegeheim zur Verfügung steht, sondern auch Mitarbeitern aus anderen sozialen Einrichtungen. Bousseljot betonte auch, dass es sich erst um den ersten Entwurf des Bebauungsplans handle. Nach dem Eingang der Bedenken und Anregungen, die nicht nur von Behörden, sondern auch von Anwohnern eingebracht werden dürfen, würden sicherlich Anpassungen notwendig werden, so der Bauamtsleiter.

Wie berichtet plant die Gemeinde einen Ersatz-Neubau für das in die Jahre gekommene Pflegeheim. Der Entwurf, der drei parallel zu einander stehende Baukörper vorsieht, stammt vom Büro Sweco. Der nordöstliche Riegel des Neubaus wird zweigeschossig. Empfang, Caféteria, Mehrzweckraum, Kapelle, Büros und Räume fürs Personal sollen dort untergebracht werden. Auch die Küche ist dort vorgesehen. Die 90 Zimmer werden in den beiden anderen Gebäuderiegeln auf jeweils drei Geschossen untergebracht. Sie gruppieren sich s-förmig um den zentralen Aufenthaltsbereich. Vorgesehen sind Ein-Bett-Zimmer mit eigenen Nasszellen sowie sogenannte Dubletten, bei denen sich zwei Einzelzimmer ein Bad teilen. Der Altbau des jetzigen Heims wird nach Fertigstellung des neuen, das die Caritas betreiben wird, abgerissen. Was mit der 2004 errichteten Erweiterung passiert, war zuletzt noch offen. Die Gemeinde rechnet im Moment – Stand: Oktober 2020 – mit Baukosten in Höhe von rund 20 Millionen Euro.

Bad-Tölz-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser brandneuer Bad-Tölz-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region Bad Tölz – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare