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Der Wackersberger war wohl beim Versuch, die B 13 zu queren, von einem Auto erfasst worden.

Radler erliegt seinen Verletzungen

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    Silke Scheder
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Der 81-jährige E-Biker aus Wackersberg, der Ende September auf der B 13 in Lenggries von einem Auto erfasst wurde, ist an seinen schweren Verletzungen gestorben. Das bestätigte die Polizei auf Nachfrage. Der genaue Unfallhergang ist indes noch immer unklar.

Lenggries – „Die Details klärt aktuell ein Gutachter“, sagt Andreas Loeffler von der Polizeiinspektion Bad Tölz. Wie berichtet war die Bundesstraße zwischen der südlichen Abfahrt nach Lenggries und der Isarbrücke nach dem Unfall rund dreieinhalb Stunden gesperrt, damit der Sachverständige seine Arbeit tun konnte. Trotz Umleitung kam es zu größeren Verkehrsbehinderungen.

Nach dem neuesten Stand der Ermittlungen wollte der E-Biker gegen 12.50 Uhr die Bundesstraße überqueren, um auf den gegenüberliegenden Isarradweg zu gelangen. Zuvor war er von der Isarbrücke kommend den schmalen Weg zur Bundesstraße hinab gefahren. Ob er anschließend zum Beispiel mit zu viel Schwung auf die B 13 auffuhr oder dachte, der herannahende Mercedes könne ihm nicht gefährlich werden, muss der Gutachter herausfinden. Fakt ist: Der Mann wurde frontal vom Mercedes einer 78-jährigen Frau aus Baden-Württemberg erfasst. Sie hatte den E-Biker zu spät erkannt und konnte den Zusammenstoß nicht verhindern. Der Wackersberger wurde mit dem Rettungshubschrauber in die Unfallklinik nach Murnau gebracht. Dort erlag er seinen schweren Verletzungen.

Nach dem Unfall war unter anderem in einem Leserbrief Kritik an der Verkehrssituation laut geworden. Immer wieder queren an dieser Stelle nämlich Radler die viel befahrene B 13, weil das Hochschieben des Rads an der Treppe neben der Brücke beschwerlich ist. Bürgermeister Werner Weindl verweist aber darauf, dass die Gemeinde zwei weitere sichere Querungsmöglichkeiten geschaffen hat. „Nördlich und südlich der Unfallstelle gibt es Unterführungen, die zum Isarradweg führen.“ Die auf Höhe der Lerchkogelstraße existiere bereits seit den 80er-Jahren. Den zweiten Durchlass auf Höhe der Tennisplätze am Tratenbach baute die Gemeinde 2015. „An beiden Stellen kommen Radler sicher auf die andere Straßenseite“, betont Weindl.

Eine Verbesserung der Querungssituation an der Isarbrücke sei dagegen kaum machbar. Man suche nun aber nach Möglichkeiten, die Unterführungen besser auszuschildern, um Radler auf die sicheren Alternativen aufmerksam zu machen.

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